Aktionswoche für die Stadtsauberkeit

Auch in diesem Frühjahr krempelt Münster wieder die Ärmel hoch für die Stadtsauberkeit. Vom 24. bis 30. März findet die von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm) organisierte stadtweite Frühjahrsputzaktion „Sauberes Münster“ statt. Angesprochen sind damit natürlich auch die münsterschen Sportvereine. Schließlich kennen deren Mitglieder am besten sensible Bereiche in der Umgebung der Sportstätten, die besonders betroffen sind und von der Stadtreinigung nicht erreicht werden.

Projektleiterin Tina Mai ist gespannt, ob Münster den Teilnahmerekord aus 2019 mit damals 13.866 Freiwilligen knackt: „Die ersten Anfragen, wann die Aktion 2023 stattfindet, habe ich schon im Herbst bekommen.“ Ob Kita, Schule, Verein, Initiative, Familie oder Einzelpersonen – teilnehmen können alle und so daran mitwirken, dass Parks, Grünflächen, Schulhöfe und Spielplätze abfallfrei werden.

Die awm stellen dabei Handschuhe, Abfallsammelzangen und -säcke bereit, holen die gesammelten Abfälle ab und sorgen für die fachgerechte Verwertung oder Entsorgung. Nach der Aktion werden als kleines Dankeschön unter allen Teilnehmenden kleine Geldpreise verlost.

Anmeldungen sind noch bis 24. Februar möglich, vorzugsweise per Online-Formular. Sollte das nicht möglich sein, nimmt Projektleiterin Tina Mai unter 02 51 / 60 52 55 auch telefonische Anmeldungen entgegen.

Bruno Münster: „Grandseigneur des Sportabzeichens“ verstorben

Als „Grandseigneur des Sportabzeichens“ hat sich Bruno Münster in den vergangenen 33 Jahren einen sehr guten Ruf in Münster erarbeitet. Kurz nach Weihnachten ist er im Alter von 84 Jahren verstorben.

Dabei legte Bruno Münster in den vergangenen Jahrzehnten im münsterschen Sport beachtliches Engagement an den Tag. Insgesamt 16 Jahre lang war er im Vorstand der Sport- und Naturfreunde Münster tätig. Dem Verein trat er 1988 bei und war von 1991 bis 2001 sowie von 2007 bis 2013 im Vorstand tätig.

Besonders bemerkenswert ist der Einsatz von Bruno Münster als Sportabzeichenprüfer. Er besaß seit Juli 1972 die Prüfberechtigung, die er nach dem Ausscheiden aus dem Bundeswehrdienst im Jahre 1988 auf den zivilen Bereich erweitern ließ. Seit 1989 war Münster am stark frequentierten und beliebten Treffpunkt an der Sentruper Höhe aktiv. 33 Jahre leitete er dort ein eingespieltes und erfahrenes Team, das jeden Mittwoch während der Sportabzeichen-Saison von Mai bis Oktober eine steigende Zahl an Interessierten betreut und anleitet. Trotz komplexer gewordener Prüfungsbestimmungen hat Bruno Münster im Laufe seines 50-jährigen Engagements die Begeisterung nicht verloren, erfüllte zudem selbst 47 Mal erfolgreich die Bedingungen für das Sportabzeichen.

Zu Beginn der Sportabzeichen-Saison 2022 legte Bruno Münster die Verantwortung für den Treffpunkt an der Sentruper Höhe in jüngere Hände. Seine Nachfolger konnten aber weiterhin auf die Unterstützung durch den erfahrenen Sportabzeichenprüfer bauen. Sie trauern ebenso wie das Team mit teilweise langjährigen Weggefährten sowie der Vorstand und die hauptamtlichen Mitarbeitenden des Stadtsportbundes um einen engagierten Sportsmann, der für seinen bemerkenswerten Einsatz 2020 mit der Friedensreiter-Plakette ausgezeichnet wurde. „Wir alle beim SSB werden Bruno Münster in liebevoller Erinnerung behalten und die Stützpunktarbeit so fortsetzen, wie er sich das gewünscht hätte“, so Astrid Markmann, im SSB-Vorstand für das Sportabzeichen zuständig.

 

Für seine Verdienste um den münsterschen Sport erhielt Bruno Münster beim Ball des Sports 2020 die Friedensreiter-Plakette aus den Händen von OB Markus Lewe. Foto: SSB/Peter Leßmann

SSB-Geschäftsstelle macht Weihnachtsferien

Das Team der SSB-Geschäftsstelle macht Weihnachtsferien. Vom Freitag, 23. Dezember 2022, bis Sonntag, 1. Januar 2023, bleibt die Geschäftsstelle deshalb geschlossen. Am Montag, 2. Januar 2023, ist das hauptamtliche Team wieder in alter Frische zu den gewohnten Bürozeiten (Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils von 14 bis 16 Uhr) erreichbar.

SSB blickt zuversichtlich auf das neue Jahr

Auch wenn das Jahr 2022 mit einem Happy-End für den SC Preußen Münster und dem richtungsweisenden Ratsbeschluss für das neue Stadion endet, bleibt der „Weihnachtswunschzettel“ des Stadtsportbundes Münster (SSB) nach wie vor sehr lang. Das bilanziert Michael Schmitz, der Vorsitzende des Dachverbandes aller 200 Sportvereine in Münster, nach einem erneut durch viele krisenhafte Herausforderungen geprägten Sportjahr 2022.

Das Erfreulichste zuerst: 93.645 Mitglieder sind aktuell in den Sportvereinen der Stadt registriert. „Das ist nicht nur der höchste Organisationsgrad aller Kreis- und Stadtsportbünde in Nordrhein-Westfalen, sondern auch für uns in Münster ein absoluter Rekordwert“, freut sich Geschäftsführer Robin Schneegaß. Denn die Vereine zählen damit 800 Mitglieder mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019, kurz vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Das erfreuliche Wachstum hat aber auch eine Schattenseite: „Fast überall fehlt es an Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Hier versuchen wir, durch verstärkte Qualifizierungsangebote entgegenzusteuern“, so Schneegaß.

Nach über 35 Jahren Versprechungen, Verschiebungen und Vertröstungen habe der SC Preußen Münster endlich Planungssicherheit und kann am Standort Berg Fidel das unverzichtbare Stadionprojekt endlich angehen. „Dazu passt, dass wir 2023 als Stadtsportbund gemeinsam mit dem Sportamt das Projekt einer integrierten Sportentwicklungsplanung weiter vorantreiben. Wir brauchen in der wachsenden Stadt Münster ein klares Bild davon, welche Bedarfe die Sportarten und die Stadtteile haben, und wir müssen diese Bedarfe decken“, erläutert Michael Schmitz.

Die Entwicklung dieses Zukunftsbildes dürfe aber nicht dazu führen, dass wichtige Infrastruktur-Projekte, die bereits viele Jahre in der Pipeline stünden, sich noch weiter verzögern. „In vielen Sportarten und für viele Vereine ist akuter Handlungsbedarf und ein weiteres Zuwarten nicht mehr akzeptabel“, stellen Schmitz und Schneegaß heraus. Die gemeinsame Entwicklung des TuS Hiltrup und von American Sports in Hiltrup-Ost sei hier ebenso als Beispiel genannt wie der dringend erforderliche Neubau des Sportinternats, die immer wieder verzögerten Neubaupläne für den Verein Grün-Weiß Marathon oder einer überdachten 50-Meter-Bahn für den Wettkampf-Schwimmsport.

„Unser Weihnachtswunschzettel bleibt also lang und beinhaltet auch eine dringend erforderliche personelle Stärkung des Sportamtes“, sagt Michael Schmitz. „Dass wir weiterhin so viele sportliche Baustellen beklagen müssen, liegt ja nicht zuletzt daran: Projekte müssen planerisch vorbereitet, politisch abgestimmt und baulich begleitet werden. Mit der bisherigen Personaldecke ist das aus unserer Sicht schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit.“

Als echten Meilenstein für die Sportstätten-Infrastruktur in Münster bewertet der SSB das Landesprogramm „Moderne Sportstätte“. Zwischen 2020 und 2022 konnten der SSB über 4,2 Millionen an Fördergelder für dringenden erforderliche Baumaßnahmen in fast 30 Vereinen bereitstellen. Pünktlich zum Weihnachtsfest gibt es noch sogar noch einmal 500.000 Euro Nachschlag zweckgebunden für den Outdoor-Sport. „Wir fördern damit unter anderem Projekte in Coerde, Handorf und Nienberge. Die vom Sport gewünschte Anschaffung von sieben Sportboxen für 77.000 Euro können voraussichtlich mit 90 Prozent bezuschusst werden“, so Schneegaß.

SCP-Trikot für Gewinner der Vielfalt-Verlosungsaktion

Mit einer Verlosungsaktion machte der SSB jüngst auf verschiedene Aspekte zum Thema Vielfalt aufmerksam. Der Hauptgewinn war ein Sondertrikot des SCP zur Kampagne „schwarz-weiß-grün ist bunt“. Das überreichte jetzt Preußen-Geschäftsführer Ole Kittner an Felix Lüppens, der beim SSB unter anderem für das Thema Integration zuständig ist. Zahlreiche Teilnehmer*innen lagen mit ihren Antworten richtig. Das Los fiel auf Frank Recker aus Recke – herzlichen Glückwunsch, das Trikot ist bereits unterwegs.

Drei Fragen galt es bei unserem Gewinnspiel zu beantworten. Auf unserem Facebook-Account SSBMuenster lieferten wir ein paar Tipps, die bei der Lösung helfen konnten.

Gefragt wurde dabei etwa nach „Pink gegen Rassismus“, einer landesweiten Aktion, an der sich der SSB ebenfalls beteiligte.

Im Vorfeld der „Special Olympics World Games Berlin 2023“ werden im Rahmen der Host Town-Projekte vom 12. bis 15. Juni 2023 Athlet*innen aus den Niederlanden in Münster zu Gast sein.

Und am Videoprojekt „Integration durch Sport“ sind unsere Stützpunktvereine BSV Roxel, SC Westfalia Kinderhaus, Move & Meet sowie Parkour Münster beteiligt. Die Videos aus dem Projekt sind übrigens auf dem YouTube-Kanal der Sportjugend Münster zu finden.

Felix Lüppens neu im SSB-Team

Neues Gesicht beim SSB Münster: Felix Lüppens verstärkt zukünftig das Geschäftsstellenteam. Dort kümmert sich der 35-Jährige bereits jetzt um das Projekt „Coerde in Bewegung“ und wird ab dem 1. Januar auch das Programm „Integration durch Sport“ betreuen, blickt aber auch gern über den Tellerrand. Für ihn sind die Themen Vielfalt und Integration wesentliche Bausteine einer zukunftsfähigen Sportvereinsentwicklung. Lüppens kommt für Jule Wagner, die in das Organisationsteam der World University Games wechselte, die 2025 in NRW stattfinden werden.

Das Themenfeld ist nicht neu für den gebürtigen Fröndenberger. Bereits in den vergangenen gut sechs Jahren war er beim Stadtsportbund Bielefeld im Bereich Integration/Teilhabe tätig. Zudem beschäftigte er sich dort auch mit vereinsungebundenem Sport und fand Wege, um Menschen und Vereine zusammenzubringen.

Lüppens verschlug es zum Studium der Sozialpädagogik nach Bielefeld. 2011 stieg er im Jugendamt der Stadt ins Berufsleben ein. Seine sportliche Leidenschaft gilt dem Tischtennis. Dort ist er als Spieler und Trainer aktiv. Heute setzt sich Lüppens zudem ambitionierte Ziele als Läufer.

Über den Sport kam er mit dem SSB und der Sportjugend in Bielefeld in Kontakt. Jetzt wechselt er den Ort und wird als „Wahl-Münsteraner“ all seine Erfahrung hier einbringen.

Das Bild zeigt Felix Lüppens (r.) der in der SSB-Geschäftsstelle den Platz von Jule Wagner (2. Von links) einnimmt, die ins Organisationsteam der World University World Games 2025 wechselt. Astrid Markmann aus dem Vorstand und Geschäftsführer Robin Schneegaß sagten „Herzlich willkommen“ sowie „Tschüss und Danke“.

Tipps und Tricks für einen bewegten Alltag

Wie lässt es sich „Gesund & aktiv ­­– älter werden in Münster“? Nach drei Jahren Corona-Pause konnten das jüngst Interessierte am Prinzipalmarkt in Münsters Stadtweinhaus erfahren und erleben. Gemeinsam mit der VHS Münster, dem Gesundheitsamt und der Seniorenvertretung organisierte der Stadtsportbund Münster die gleichnamige Veranstaltung mit.

Neben einem umfangreichen Informationsprogramm von verschiedenen Anbietern und Einrichtungen konnten sich Besucher*innen auch bei einem Alltagsfitnesstest versuchen. Da die funktionale Fitness mit dem Alter üblicherweise abnimmt, bot sich hier die Möglichkeit zu schauen, wie man individuell etwas dagegen tun kann. Rund 30 Interessierte nutzten die Chance und erhielten in einem Auswertungs- und Beratungsgespräch Tipps und Tricks für einen Alltag mit mehr Bewegung und Beweglichkeit.

Unser Bild zeigt Interessierte während der Veranstaltung „Gesund & aktiv – älter werden in Münster“ beim Alltagsfitnesstest im Stadtweinhaus.

Lounge-Gespräch: Schulsport im Fokus

Neue Wege ging Prof. Dr. Nils Neuber vom Institut für Sportwissenschaft jetzt mit einem „Lounge-Gespräch“. Im Rahmen eines Podiumsgespräches ging es um Perspektiven und Zukunftsvorstellungen für den Schulsport nach Corona. Dabei bekamen Studierende die Möglichkeit, Fachleute zu befragen.

Unter Moderation von Neuber standen Jun.-Prof. Dr. Anne-Christin Roth (Präsidentin des Deutschen Sportlehrerverbandes NRW), Martin Wonik (Vorstand des Landessportbundes NRW), Laura Hantke (Vorstandsmitglied der Sportjugend NRW), Dr. Gerrit Schnabel (Direktor Schule der Unfallkasse NRW) und Martin Schönwandt (Vorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung) Rede und Antwort.

Eines der Themen war die offene Ganztagsbetreuung. Darauf hat ab 2026 jede*r einen Anspruch. Sport und Bewegung sind dabei ein wichtiger Bestandteil. Das sieht auf dem Papier gut aus, es fehlen jedoch wichtige Ressourcen wie Sportstätten, Personal und die Zeit, dieses qualifiziert auszubilden. „Probleme, die schon lange existieren und kein Ende nehmen, Offensiven die auf das Papier gebracht werden, aber wo die Umsetzung fehlt“ so Martin Wonik. Genauso geht es auch dem Schwimmsport. Vielen Kindern bleibt aktuell die Möglichkeit verwehrt, in jungen Jahren Schwimmen zu lernen, da Schwimmbäder und Personal auch hier Mangelware sind.

Im Laufe des Lounge-Gespräches wurde die aktuelle Situation geschildert. Darunter auch einige Lichtblicke. In seinem Schlusswort forderte Gastgeber Nils Neuber die Anwesenden zu Fantasie bei der Lösung von Problemen auf: „Was würdest du machen, wenn du die Schulministerin wärst?“