“Sport im Park”: Münster bewegt sich in den Ferien wieder

Mit kostenlosen Bewegungsangeboten unter kompetenter Anleitung und an ungewöhnlichen Orten hat sich „Sport im Park“ in Münster einen guten Namen gemacht. Jetzt geht das Projekt bereits in die vierte Runde. Vierzehn Vereine sind mit 30 unterschiedlichen Angeboten in der Sommerferienzeit bis zum 14. August im Zentrum Münsters aber auch in einigen Stadtteilen dabei.

Mit einem Aktionstag auf dem Harsewinkelplatz machten der Stadtsportbund Münster, das Sportamt sowie das Amt für Grünflachen, Umwelt und Nachhaltigkeit als Organisatoren des siebenwöchigen Angebotes jetzt auf das umfangreiche Programm aufmerksam. Mit Infos, aber auch mit Möglichkeiten, sich zu bewegen: Interessierte konnten den Alltags-Fitness-Test absolvieren und so ihre Konstitution überprüfen.

„Ein vielversprechender Auftakt“, freute sich Astrid Markmann, im SSB-Vorstand auch für „Sport im Park“ zuständig, über rege Resonanz am Aktionstag. Bewusst fand der in Münsters Innenstadt statt und nicht etwa auf den Aaseewiesen nahe Torminbrücke und Wewerka-Pavillon – dem in den vergangenen Jahren stets gut besuchten Hauptveranstaltungsort. „So wollten wir neben unseren zahlreichen `Stammgästen´ auch viele Sportbegeisterte ansprechen, die vom Angebot noch nichts gehört haben“, sagt Astrid Markmann. Das gelang offensichtlich. Viele Interessierte machten sich am Info-Stand schlau oder stellten dort ihre Fitness unter Beweis.

Dabei „werden bei den Angeboten keine Höchstleistungen verlangt“, erklärt …. von der Gesundheitskasse AOK, die „Sport im Park“ bereits seit Beginn unterstützt. Schließlich ist „regelmäßige Bewegung die beste Möglichkeit zur Prävention. Und mit dem Sommerangebot konnten wir mit einem kontinuierlich wachsenden Angebot der Vereine stets auch mehr Menschen begeistern“.

So können in diesem Jahr wieder bewährte sportliche Angebote wie Pilates, Yogilates, Fitness Mix, Power-Flow und vieles mehr ebenso ausprobiert werden wie etwa Rugby, Parkour oder Lacrosse. Ein Schwerpunkt ist wieder auf den Aaseewiesen am Wewerka-Pavillon, doch auch im Wienburgpark und an der SSB-Geschäftsstelle am Mauritz-Lindenweg sowie in den Stadtteilen Hiltrup, Gievenbeck und Kinderhaus geht es für Interessierte wieder kostenfrei sportlich rund.

Mitmachen ist dabei einfach: “Gute Laune, die neue ‘Sport-im-Park-App’ und Sportklamotten – mehr braucht es nicht, um sich auch in den Sommermonaten kostenfrei und abwechslungsreich sportlich zu betätigen. Wir hoffen, dass dieses besondere Angebot im wahrsten Sinne des Wortes viele Bürgerinnen und Bürger bewegen wird”, so Régis Le Breton, stellvertretender Leiter im BeratungsCenter Münster City der Sparkasse Münsterland Ost, die das sportliche Angebot unterstützt.

„Die AOK NordWest unterstützt „Sport im Park“ sehr gerne, da diese Aktion mit dazu beiträgt, die Menschen in Bewegung zu bringen“, so Dr. Maximilian Bunse, AOK-Spezialist für Betriebliche Gesundheitsförderung: „Wie wichtig das ist, belegen aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Danach sind 62 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen übergewichtig. Fast jeder fünfte Erwachsene ist inzwischen adipös, also krankhaft übergewichtig. Hinzu kommt, dass sich die Menschen zu wenig bewegen und es nur die wenigsten schaffen, die von der WHO empfohlenen 10.000 Schritte täglich zu absolvieren. Sport im Park soll diesem besorgniserregenden Trend entgegenwirken und zur Teilnahme motivieren.“

Mit der eigens für „Sport im Park“ entwickelten App „Sport im Park – MS“ behalten Interessierte den Überblick über das umfangreiche Programm und können sich für die Teilnahme anmelden. Zudem erfährt man alles über die Inhalte, den Ort und die Zeit. Sowohl auf der SSB-Homepage als auch im Apple Store und bei Google Play wird man fündig und kann die App (Sport im Park – MS) kostenlos herunterladen. Weitere Infos gibt’s zudem hier.

Auf dem Bild freuen sich Rita Peters (Sportamt), Astrid Markmann (SSB-Vorstand), Stadtdirektor Thomas Paal, Bürgermeister Klaus Rosenau, Robin Schneegaß (SSB-Geschäftsführer), Dr. Maximilian Bunse (AOK NordWest) und SSB-Projektleiter Dirk Henning über einen gelungenen Startschuss zum 4. Sport im Park-Programm.

“Sport im Park” startet mit Aktionstag

Mit einem Aktionstag startet am Samstag, 25. Juni, von 11 bis 15 Uhr die vierte Auflage von „Sport im Park“ in Münster. Dabei können sich auf dem Harsewinkelplatz in Münster Interessierte über das umfangreiche Programm mit 30 Angeboten von 14 Sportvereinen informieren und beim kostenfreien Alltags-Fitness-Test auch selbst aktiv werden. Ab Sonntag bietet „Sport im Park“ bis zum 14. August kostenlose Bewegungsangebote unter kompetenter Anleitung und an ungewöhnlichen Orten. Das Angebot wird von Stadtsportbund Münster, dem Sportamt sowie dem Amt für Grünflachen, Umwelt und Nachhaltigkeit organisiert und von der AOK NordWest und der Sparkasse Münsterland Ost unterstützt. Weitere Infos zum Programm und Anmeldung ist hier online möglich.

Anerkennung und Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement

Das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger prägt die Stadt Münster – auch in schwierigen Pandemiezeiten. Dies hob Oberbürgermeister Markus Lewe hervor, als er jüngst im Rathaus-Festsaal 22 Münsteraner*innen für ihren vorbildlichen bürgerschaftlichen Einsatz mit der Münster-Nadel auszeichnete. „Wer ehrenamtlich tätig ist und anderen etwas Gutes tut, der übernimmt Verantwortung und macht unsere Stadt reicher. Ehrenamt steht für Gemeinschaft und Zusammenhalt“, lobte Lewe.

Seit vielen Jahren nimmt die Stadt den internationalen „Tag des Ehrenamts“ zum Anlass, das Engagement vor Ort zu würdigen. Die Münster-Nadeln, die auf Beschluss des Stadtrates alljährlich verliehen werden, sind sichtbare Zeichen der Wertschätzung für das außergewöhnliche Wirken jedes Einzelnen. Im den beiden vergangenen Jahren musste die festliche Veranstaltung wegen der Corona-Situation abgesagt werden, so dass jetzt die Münster-Nadel-Träger*innen aus dem Jahr 2020 als auch aus dem Jahr 2021 ausgezeichnet wurden.

Die Tätigkeitsbereiche der Geehrten sind vielfältig und in ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft verankert: Sie unterstützen zum Beispiel soziale Einrichtungen, kirchliche Angebote, Sport- und Kulturvereine. Es geht sowohl um Integration als auch um Heimatpflege oder die Erforschung der Stadtgeschichte. Oder um Engagement im Sport, für das Christa Friemel und Irmi Venschott 2020 vom SSB erfolgreich für die Auszeichnung vorgeschlagen wurden. Mit großem persönlichen Einsatz kümmern sich die Träger*innen der Münster-Nadel um ein gutes Miteinander in der Stadt.

Für das Jahr 2020 wurden mit der Münster-Nadel Christa Friemel, Prof. Dr. Elmar Lange, Hermine Möllers, Karin Münster, Peter Schilling, Wilhelm Sickmann, Ludger Suttarp, Irmhild Venschott und Hermann Wallmann (Bild oben) ausgezeichnet. In Abwesenheit wurde Maria Anna Haller geehrt.

2021 erhielten Bärbel und Gerhard Canstein, Ursula Hüwel, Jan-Henning Kaven, Ingrid Kleinschmidt, Heinz Lenkenhoff, Klemens Lindenblatt, Irma Micheilis, Theo Mooren, Andrea Moraldo , Ralf Pander, Yvonne Plöger sowie Henning Stoffers die MünsterNadel (Bild unten).

Erfolgreiche Neuauflage von „Münster lernt Schwimmen“

Sicher schwimmen können – das ist der Wunsch von über 650 Grundschulkindern, die aktuell am zehntägigen und längst bewährten Projekt „Münster lernt Schwimmen“ teilnehmen. DLRG, Turngemeinde, Westfalia Kinderhaus und SchwimmsportTank unterstützen die Kurse mit 17 Kräften, die Übungen anleiten und für ein optimales Training sorgen. Noch bis zum 17. Juni finden diese Schwimmkurse für Dritt- und Viertklässler der Grund- und Förderschulen statt.

Und diese Schwimmkurse scheinen bedeutsamer denn je; noch immer gelten mehr als die Hälfte aller Zehnjährigen als Nichtschwimmer. Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren weitere Ausfälle in der kindlichen Schwimmausbildung verursacht. Sprich: Viele Eltern machen sich in diesen Zeiten, insbesondere vor den anstehenden Sommertagen mit Ausflügen ins Freibad oder ans Meer, große Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder. Der Sprung ins Nass, der eigentlich für Abkühlung sorgen mag, stellt ein erhebliches Risiko dar.

Das städtische Projekt soll und kann da wertvolle Unterstützung leisten, aber auch ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. „Wir übernehmen hier Verantwortung für unsere jungen Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Markus Lewe.

Am Ende des zweiwöchigen Intensivkurses – täglich werden die Teilnehmenden eine Stunde lang ans Wasser gewöhnt und im selbigen trainiert – gibt es für die erfolgreich geschulten Kinder ein Schwimmabzeichen. Ihr „Seepferdchen“ erreichen erfahrungsgemäß etwa drei Viertel aller Schwimmschülerinnen und -schüler, 30 Prozent schaffen es in dieser Zeit sogar bis zum Bronze-Abzeichen.

Das Kooperationsprojekt der Bezirksregierung Münster, des Sportamtes und des Ausschusses für den Schulsport wurde in Zusammenarbeit mit den münsterschen Sportvereinen und dem Stadtsportbund Münster e.V. auf die Beine gestellt. Die Bezirksregierung als Partnerin des Projektes begrüßt das außerordentliche Engagement der Stadt ausdrücklich. Regierungspräsidentin Dorothee Feller ist Schirmfrau des Projekts “Münster lernt schwimmen” und ist von diesem vollends überzeugt.

Münster erneut “Sportabzeichen-Hauptstadt”

Münster ist erneut die „Sportabzeichen-Hauptstadt“ in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 3180 der beliebten „Fitnessorden“ wurden hier im vergangenen Jahr verliehen – die höchste Zahl aller NRW-Städte. Die mit 1,01 Prozent in Relation zur Einwohnerzahl beste Quote bedeutete hauchdünn Platz eins vor Hamm mit 1767 Verleihungen und einer Quote von 0,99 Prozent.

„Auf diesen Erfolg haben wir gehofft“, freute sich SSB-Vorstandsfrau Astrid Markmann nach der Verleihung im Essener GOP Varieté-Theater. Damit rechnen konnte man indes nicht. Denn im Vergleich zu 2020 sank die Zahl der verliehenen Sportabzeichen in der Domstadt um 265.

Mit 3445 Sportabzeichen war Münster auch bereits da Spitze – doch angesichts der erheblichen Einschränkungen durch die beginnende Corona-Pandemie setzte der LSB 2020 die offizielle Wertung und Ehrung aus. Aber die Münsteraner hielten sich auch im vergangenen Jahr weiter an den heimischen Sportabzeichen-Treffpunkten fit und sorgten so erneut für ein Spitzenergebnis. „Das ist ein schöner Lohn für unsere Prüfenden“, freut sich Daniel Welling, Sportabzeichenbeauftragter des SSB Münster, über das erneute Top-Ergebnis.

Wesentlichen Anteil am Erfolg hatten erneut Münsters Schulen. Im Rahmen des von der Sparkasse Münsterland Ost unterstützten Sportabzeichen-Wettbewerbes der Schulen wurden 2554 Abzeichen erworben. Angesichts anstehender Lockerungen hofft Astrid Markmann aus dem Vorstand des SSB, „dass wir schnell wieder an das Vor-Corona-Niveau bei den Sportabzeichenzahlen anknüpfen. Da zudem viel Spaß und Motivation mit dabei war, hofft sie für dieses Jahr auf eine erneut starke Resonanz beim Sportabzeichenschulwettbewerb der Sparkasse Münsterland Ost.

Und auch das Sportamt der Stadt Münster trug in Zusammenarbeit mit dem SSB erheblich zum Spitzenplatz bei den Sportabzeichen bei. Insbesondere Thorsten Imsieke unterstützte die Arbeit mit Rat und Tat intensiv.

An aktuell acht Sportabzeichen-Treffpunkten wird derzeit in Münster trainiert und geprüft. Die Prüfenden stehen Interessierten dabei stets mit Rat und Tat zur Seite. Informationen zu den Bedingungen und zu den Sportabzeichen-Treffpunkten gibt es online unter www.ssb.ms/sportabzeichen

Die Ergebnisse bei den Stadtsportbünden

1 Münster (316.403 Einwohner,  3.180 Sportabzeichen,  Quote 1,01%)
2 Hamm (178.967, 1.767, 0,99%)
3 Bochum (364.454, 2.360, 0,65%)
4 Hagen (188.687, 1.063, 0,56%)
5 Mönchengladbach (259.665, 1.399, 0,54%)
6 Krefeld (226.844, 1.110 ,0,49%)
7 Oberhausen (209.566, 1.025, 0,49%)
8 Herne (156.940, 637, 0,41%)
9 Bottroper Sportbund (117.388, 462, 0,39%)
10 Mülheimer Sportbund (170.921, 567, 0,33%)

Die Ergebnisse bei den Kreissportbünden

1 Coesfeld (220.712 Einwohner, 4.657, Sportabzeichen, Quote 2,11%)
2 Borken (371.898, 6.462, 1,74%)
3 Gütersloh (364.818, 6.215, 1,70%)
4 Höxter (139.729, 2.264, 1,62%)
5 Hochsauerland (259.030, 3.367, 1,30%)
6 Märkischer Kreis (408.662, 5.223, 1,28%)
7 Paderborn (308.335, 3.731, 1,21%)
8 Lippe (346.970, 4.157, 1,20%)
9 Herford (250.547, 2.620, 1,05%)
10 Warendorf (277.417, 2.848, 1,03%)

SSB und roterkeil.net: Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt im Sport

Die vielfältigen Aktivitäten des Stadtsportbund Münster (SSB) für die Sportvereine der Stadt erhalten einen weiteren Schub. Mit dem Roten Keil – dem aktiven Netzwerk das gegen Kindesmissbrauch kämpft – wurde eine Partnerschaft geschlossen mit dem Ziel, Vereinen bei der Entwicklung wirkungsvoller Schutzkonzepte zu helfen. Gelder, die Leserinnen und Leser im Rahmen der WN-Spendenaktion 2021 dem Roten Keil gespendet haben, kommen so unmittelbar Clubs zugute, die sich diesem wichtigen Thema annehmen wollen. Neben der Expertise und Erfahrung, die Marisa Kleinitzke und Thomas Lammers aus dem hauptberuflichen Team des SSB beratend und begleitend einbringen, um passgenaue Schutzkonzepte zu erarbeiten, erhalten die Vereine eine finanzielle Förderung von bis zu 3.200 Euro. Das soll helfen, die oftmals ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, präventive Maßnahmen zu ermöglichen und die notwendige Handlungssicherheit für den Krisenfall zu entwickeln.

„Auch dort wo sich Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit aufhalten, müssen wir sichere Orte schaffen. Sportvereine sollten sich nicht scheuen, das Thema „sexualisierte Gewalt“ anzugehen. Ganz im Gegenteil, ein transparenter Umgang schafft für alle Handlungssicherheit und schützt so unsere Kinder!“ so Christiane Strathaus, Netzwerkmanagerin von roterkeil.net

Die Beantragung der Mittel läuft über den SSB, die organisatorische Abwicklung ebenfalls. „Dabei waren wir uns schnell einig, dass es sehr einfach funktionieren muss und wird“ unterstreicht Jörg Verhoeven, Stellvertretender Vorsitzender des SSB.

Am Dienstag, 21. Juni, findet ab 18:00 Uhr im Mühlenhof am Aasee eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Vereine statt. Dort wird exemplarisch ein Weg zum Schutzkonzept im Sportverein dargestellt und alle Fragen zur Förderung und Unterstützung beantwortet. Anmeldungen und Rückfragen dazu bitte via Mail an m.kleinitzke@ssb.de

Das Bild zeigt Thomas Lammers (SSB), Christiane Strathaus, Alena Plogmann, Annika Ketteler (alle Roter Keil) sowie Marisa Kleinitzke und Jörg Verhoeven (SSB / von links).

Begeisternde Premiere für die Gala des Sports

Neuer Name, neues Ambiente: Die Gala des Sports lockte Münsters Sportfamilie erstmals ins GOP Varieté Münster. Und dessen stimmungsvolles Ambiente wurde einer Gala an diesem begeisternden Abend mehr als gerecht, wie Moderator Matthias Bongard schon zur Begrüßung feststellte und im Saal in Jugenderinnerungen schwelgte.

Doch nicht nur das GOP hatte sich für die Gala herausgeputzt. Auch Münsters Sportler*innen, die im Rahmen der Meister*innenehrung der Stadt Münster im Mittelpunkt standen, und die zahlreichen Gäste aus Sport, Politik und Verwaltung erschienen festlich gekleidet und machten dem Namen der Veranstaltung alle Ehre. So bot sich im ausverkauften GOP ein tolles Bild und herrschte tolle Stimmung. Denn groß war die Freude, sich wieder in größerem Rahmen treffen und austauschen zu können.

Auch das rasante Programm trug wesentlich zur tollen Atmosphäre bei. Moderator Matthias Bongard führte professionell durch die Gala des Sports und sorgte mit launigen Sprüchen und frechen Fragen für gelöste Stimmung auf und vor der Bühne. Drei Acts aus dem aktuellen GOP-Programm „Wilderness“ begeisterten Münsters Sportfamilie mit ganz unterschiedlichen Facetten. So lockte Patrick Schuhmann mit einer kraftvollen Nummer am Cyr-Ring gleich zu Beginn die Zuschauer*innen aus der Reserve. Sebastian Matt strapazierte mit einer skurrilen Mischung aus Comedy und Gymnastik die Lachmuskeln und Martina Covone zauberte gemeinsam mit Jacques Schneider an Verikalseil und auf dem Kunstrad eine zauberhaft-akrobatische Liebesgeschichte auf die Bühne – ein prima Rahmen für kurze Gespräche und die Ehrungen, der bestens ergänzt wurde durch die Musik des Tobias-Sudhoff-Trios.

Nach der Begrüßung durch den SSB-Vorsitzenden Michael Schmitz und GOP-Direktor Hamid Reghat beleuchteten Stefan Klett (LSB-Präsident), Philipp Hagemann (Vorsitzender des münsterschen Sportausschusses) sowie Alexander Heflik (Chef der WN-Sportredaktion) unterschiedliche Aspekte. So betonte Klett die hohe Identifikation der Menschen mit „ihren“ Vereinen. Das, so der LSB-präsident, habe sich gerade in Corona-Zeiten gezeigt. Während viele Abos und Mitgliedschaften gekündigt wurden, hielten die Mitglieder ihren Vereinen in großer Zahl die Treue. Insbesondere auch, weil von denen neue Angebote im Freien oder Online entwickelt und angeboten wurden. Hagemann lobte den guten Zusammenhalt der münsterschen Sportfamilie und Heflik sieht die lokale Sportberichterstattung vor neuen Herausforderungen.

Herausforderungen stellten sich im vergangenen Jahr wieder zahlreiche münsterschen Athlet*innen. Aufgrund der Corona-Pandemie fielen zwar zahlreiche Wettkämpfe aus, doch schlugen sich Sportler*innen aus der Domstadt erneut erfolgreich in vielen Sportarten und bei unterschiedlichsten Wettkämpfen. So wurden im Rahmen der Meister*innenehrung der Stadt Münster Urkunden und Medaillen an gut 100 Athlet*innen durch Oberbürgermeister Markus Lewe vergeben. Dank langanhaltendem Applaus für alle Aktiven und dem besonderen Ambiente ein ganz besonderes Erlebnis.

Und das galt natürlich auch für das Quartett, das für außergewöhnliches Engagement mit der Friedensreiter-Plakette des Stadtsportbundes ausgezeichnet wurde. Elke Kleinschmidt, Dr. Doris Mosel-Göbel, Dr. Ulrich Thelen und Olaf Wille sind uns waren zwar selbst sportlich aktiv, ermöglichen es durch ihren ganz besonderen Einsatz „hinter den Kulissen“ aber auch anderen. Von Moderator Matthias Bongard und Oberbürgermeister Lewe wurden die jeweiligen Verdienste gewürdigt, anschließend gab es vom OB, von LSB-Präsident Stefan Klett, AWM-Chef Patrick Hasenkamp sowie Jörg Verhoeven aus dem SSB-Vorstand Plaketten, Urkunden, nachhaltig gefüllte Präsentkorbe und Blumensträuße für die engagierten Ehrenamtler.

Besondere Treffer landete anschließend Radballer Olaf Wille. Er wurde mit seinem Sportgerät überrascht und schoss damit routiniert drei Softbälle ins Publikum. Die glücklichen Fänger*innen freuten sich über GOP-Gutscheine. Aber auch für Olaf Wille selbst gab es eine weitere Überraschung: Denn der frisch gebackene „Friedensreiter“ wurde mit Julia Bergmann (Sparkasse Münsterland Ost) und Astrid Markmann aus dem SSB-Vorstand noch mit dem Sportehrenpreis der Sparkasse Münsterland Ost ausgezeichnet. Sichtlich gerührt nahm Wille nach der Laudatio den „Scheck“ über das Preisgeld von 1000 Euro für die Radballabteilung des RSV Münster entgegen. Ein dickes und zusätzliches Dankeschön für den engagierten Sportler, Trainer, Organisator und Motivator.

Bereits während der Begrüßung bedankte sich der SSB-Vorsitzende Michael Schmitz ganz herzlich bei Rainer Uetz, dem langjährigen, sportfreundlichen Referenten des Oberbürgermeisters. Der befindet sich seit Kurzem im Ruhestand und freute sich sehr über Präsentkorb und Blumen. Einen Strauß gab es zudem für Elke Wirtz. Das neue Mitglied des SSB-Vorstandes feierte erst kürzlich seinen 50. Geburtstag.

Mit einem großen Finale auf der Bühne ging die Premiere der Gala des Sports erfolgreich im Konfettiregen zu Ende. Auf und vor der Bühne herrschte tolle Stimmung, das neue Konzept überzeugte trotz „Nachspielzeit“ – langweilig war die Gala in keiner Minute.

TrikotTausch-Ausstellung in der Stadthalle Hiltrup

Noch bis zum 23. Mai zeigt die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster zusammen mit dem Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster und Vamos e.V. die Wanderausstellung “TrikotTausch” in der Stadthalle Hiltrup. Anschaulich, interaktiv und methodenreich wird Jugendlichen und Erwachsenen vermittelt, wie jede und jeder Einzelne für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Näherinnen und Näher in den Produktionsländern aktiv werden kann.

Zwar stehen die großen Sportartikelhersteller in der Werbung für Gesundheit, Spaß und oft auch Reichtum – ein Trikot kostet mittlerweile bis zu 130 Euro. Von den riesigen Profiten sehen die Arbeiter*innen in den Sweatshops jedoch nichts. Sie sind oftmals gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt und erhalten einen Hungerlohn. Während Fair Play auf dem Spielfeld großgeschrieben wird, fragt allerdings kaum jemand, wie fair die Herstellung der trendigen Trikots und Sportartikel ist, die oft auch abseits des Platzes getragen werden.

Die Ausstellung nimmt mit auf die Reise von Victoria aus Managua. Sie ist 25 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und lebt mit ihnen, ihrer Mutter und ihren Schwestern in einer kleinen Hütte am Stadtrand. Sie hat ihren Mann verlassen, da er getrunken und sie geschlagen hat. Um den Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet sie als Näherin in einer Bekleidungsfabrik. Victorias Geschichte ist fiktiv, aber dennoch wahr: In vielen Ländern Lateinamerikas, Osteuropas und Asiens arbeiten Tausende Frauen als Näherinnen – ihre Geschichten gleichen sich wie ein Trikot dem anderen.