Prävention
sexualisierter Gewalt


Schweigen schützt die Falschen! Wir sehen die Prävention von sexualisierter Gewalt (PSG) als ein besonders wichtiges Thema an. Sexualisierte Gewalt ist Oberbegriff für verschiedene Formen der Machtausübung mit dem Mittel der Sexualität. Sexualisierte Gewalt ist – subtil oder brutal, gegen Körper und Seele, wandelbar und schwer zu fassen – überall im Leben, also auch im Sport anzutreffen. Und dieser Problematik stellt sich der organisierte Sport als wichtiger Teil der Gesellschaft verstärkt. Schließlich ist es eine wichtige Aufgabe für Sportvereine, alles zu tun, um den Mitgliedern einen sicheren und gewaltfreien Ort für vielfältige sportliche Aktivitäten zu bieten. Dafür ist es wichtig, Mitglieder und Mitarbeitende in Vereinen für das Thema sexualisierte Gewalt im Sport zu sensibilisieren und aufzuklären.

Denn Gewalt hat viele Gesichter: Machtmissbrauch, verbale, körperliche und seelische Verletzungen. Aktuell beschäftigen sich beim SSB hauptamtlich Thomas Lammers und Marisa Kleinitzke sowie ehrenamtlich Jörg Verhoeven aus dem Vorstand und noch viele weitere geschulte Ansprechpersonen mit dem Thema.

Qualitätsbündnis

Eine Möglichkeit zu einem seriösen Umgang mit der Thematik bietet das Qualitätsbündnis Sport NRW. Das hat sich zum Ziel gesetzt, sexualisierter Gewalt im Sport wirksam vorzubeugen und diese zu bekämpfen. Zentraler Gedanke dahinter ist die enge Vernetzung und der Transfer von Fachwissen. Der Stadtsportbund Münster und die Sportjugend Münster haben bereits erste Schritte zur Aufnahme in das Qualitätsbündnis getan. Sie laden die Mitgliedsvereine ein, sich ebenfalls anzuschließen und beraten bei diesem Prozess. Für eine Mitgliedschaft im Bündnis müssen festgelegte Kriterien erfüllt werden.

 

 

Dazu gehören beispielsweise die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses bei Betreuer*innen, Übungsleiter*innen und Trainer*innen, Teilnahme an Fortbildungen zur Prävention sexualisierter Gewalt, die Information der Vereinsmitglieder, die Entwicklung eines Interventionsleitfadens sowie Angebote für Kinder und Jugendliche zur Partizipation am Präventionsprogramm. Fachliche Unterstützung und Begleitung gibt es dabei durch die Bündnispartner und die regionalen Koordinierungsstellen des Bündnisses in Vereinsnähe. Zudem können auch die Informationsmaterialien des Landessportbundes NRW sowie der Bündnispartner genutzt werden.

Das PSG-Team des Stadtsportbundes Münster steht Vereinen mit einem umfassenden Angebot zur Prävention sexualisierter Gewalt zur Seite.
Im Bereich der Beratung sind das etwa die

Vereinsberatung, in deren Rahmen vielfältige Informationsmöglichkeiten vorgestellt werden und auch die Schritte, die zur Mitgliedschaft im Qualitätsbündnis gegangen werden müssen, erläutert werden;

Risikoanalyse, in deren Rahmen Vereinsstrukturen untersucht werden, um eventuelle Gefährdungspotenziale aufzuzeigen.

Auch Qualifizierungen werden angeboten. Dazu zählen die

Sensibilisierungsschulung als Erstkontakt für alle Interessierte im Verein. Im Rahmen von rund zweistündigen Veranstaltungen werden Vereinsmitglieder für Anzeichen sexualisierter Gewalt sensibilisiert und auch das weitere Vorgehen aufgezeigt. Die Sensibilisierungsschulungen werden gern bei interessierten Vereinen durchgeführt;

Ansprechpersonenschulung, mit denen Ansprechpersonen in den Vereinen mit dem Vorgehen bei Verdachtsfällen ebenso vorbereitet werden wie auf die vielfältigen Präventionsmöglichkeiten.

Dabei ist das PSG-Team als Netzwerkpartner stets auch Vermittler zu Fachberatungsstellen wie dem Kinderschutzbund oder Zartbitter, um in Verdachtsfällen angemessen beraten und reagieren zu können.

 


Ansprechpersonen

Jörg Verhoeven
stellv. Vorsitzender SSB Münster
j.verhoeven@ssb.ms

Thomas Lammers
Regionalkoordinator PSG
t.lammers@ssb.ms 
0251 / 38347647

Marisa Kleinitzke
Fachkraft PSG
m.kleinitzke@ssb.ms
0251 / 38347648