Empfehlungen zum Umgang mit Corona

29. Oktober 2020

Beschluss aus der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschef*innen der Länder am 28. Oktober 2020

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen folgenden Beschluss:
Trotz der Maßnahmen, die Bund und Länder vor zwei Wochen vereinbart haben, steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) inzwischen in nahezu allen Regionen Deutschlands mit exponentieller Dynamik an. Dies hat dazu geführt, dass bereits in zahlreichen Gesundheitsämtern eine vollständige Kontaktnachverfolgung nicht mehr gewährleistet werden kann, was wiederum zu einer beschleunigten Ausbreitung des Virus beiträgt. Aktuell verdoppeln sich die Infiziertenzahlen etwa alle sieben und die Zahl der Intensivpatienten etwa alle zehn Tage. Nach den Statistiken des Robert-Koch-Institutes sind die Ansteckungsumstände im Bundesdurchschnitt in mehr als 75% der Fälle unklar. Zur Vermeidung einer akuten nationalen Gesundheitsnotlage ist es deshalb nun erforderlich, durch eine erhebliche Reduzierung der Kontakte in der Bevölkerung insgesamt das Infektionsgeschehen aufzuhalten und die Zahl der Neuinfektionen wieder in die nachverfolgbare Größenordnung von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zu senken. Ohne solche Beschränkungen würde das weitere exponentielle Wachstum der Infiziertenzahlen unweigerlich binnen weniger Wochen zu einer Überforderung des  Gesundheitssystems führen und die Zahl der schweren Verläufe und der Todesfälle würde erheblich ansteigen. Wesentlich ist es dabei auch, jetzt schnell zu reagieren. Je später die Infektionsdynamik umgekehrt wird, desto länger bzw. umfassender sind Beschränkungen erforderlich.

Bund und Länder streben an, zügig die Infektionsdynamik zu unterbrechen, damit einerseits Schulen und Kindergärten verlässlich geöffnet bleiben können und andererseits in der Weihnachtszeit keine weitreichenden Beschränkungen im Hinblick auf persönliche Kontakte und wirtschaftliche Tätigkeit erforderlich sind. Familien und Freunde sollen sich auch unter Corona-Bedingungen in der Weihnachtszeit treffen können. Dazu bedarf es jetzt erneut, wie schon im Frühjahr, einer gemeinsamen nationalen Anstrengung des Bundes und aller Länder.

Bund und Ländern ist bewusst, dass die Beschränkungen für die Bevölkerung eine große Belastung darstellen. Deshalb gebührt der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung großer Dank, die bisher und auch in Zukunft diese Maßnahmen mit Gemeinsinn und Geduld einhalten und besonders denjenigen, die für die praktische Umsetzung der Maßnahmen sorgen und natürlich auch denen, die im Gesundheitssystem ihren Dienst leisten.

Die Lage ist jetzt wieder sehr ernst. Vor uns liegen vier schwierige Wintermonate. Aber Bund und Länder sehen mit Zuversicht in die Zukunft. Die Fortschritte bei der  Impfstoffentwicklung und die einfachere Infektionskontrolle im Sommer geben uns die Hoffnung, dass Deutschland, wenn es gut durch diesen Winter kommt, im nächsten Jahr schrittweise die Pandemie überwinden und sich auch wirtschaftlich erholen kann.

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder ergänzend zu ihren bisherigen Beschlüssen:

1. Ab dem 2. November treten deutschlandweit die im Folgenden dargelegten zusätzliche Maßnahmen in Kraft. Die Maßnahmen werden bis Ende November befristet. Nach Ablauf von zwei Wochen werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sich erneut beraten und die durch die Maßnahmen erreichten Ziele beurteilen und notwendige Anpassungen vornehmen.

2. Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

3. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet. Dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert. Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen.

4. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche -auch von Verwandten- zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

5. Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören
a. Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen,
b. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
c. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
d. der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
e. Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
f. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

6. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

7. Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

8. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

9. Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

10. Schulen und Kindergärten bleiben offen. Die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

11. Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen wird der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewähren, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Der Erstattungsbetrag beträgt 75% des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, womit die Fixkosten des Unternehmens pauschaliert werden. Die Prozentsätze für größere Unternehmen werden nach Maßgabe der Obergrenzen der einschlägigen beihilferechtlichen Vorgaben ermittelt. Die Finanzhilfe wird ein Finanzvolumen von bis zu 10 Milliarden haben.

12. Jenseits der umfassenden temporären Beschränkungen führen bereits die bisherigen Maßnahmen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Deshalb wird der Bund Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern (Überbrückungshilfe III). Dies betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbständigen. Außerdem wird der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten geöffnet und angepasst.

13. Auch in der Pandemie wollen wir in Industrie, Handwerk und Mittelstand sicheres Arbeiten möglichst umfassend ermöglichen. Die Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Infektionsketten, die im Betrieb entstehen, sind schnell zu identifizieren. Deshalb muss jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen und angesichts der gestiegenen Infektionszahlen auch nochmals anpassen. Ziel ist u.a. nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen umzusetzen und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren. Bund und Länder fordern die Unternehmen eindringlich auf, jetzt wieder angesichts der hohen Infektionszahlen, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit oder das mobile Arbeiten zu Hause zu ermöglichen. Die für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden sowie die Unfallversicherungsträger beraten die Unternehmen dabei und führen Kontrollen durch.

14. Steigende Infektionszahlen führen leider auch zu einem Anstieg an Infektionen in medizinischen Einrichtungen und bei vulnerablen Gruppen. Deren Schutz stellt eine besondere Herausforderung dar. Deshalb haben die zuständigen Stellen je nach den lokalen Gegebenheiten für die Krankenhäuser, Pflegeheime, Seniorenund Behinderteneinrichtungen besondere Schutzvorkehrungen ergriffen. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Bei steigenden Infektionszahlen werden diese Maßnahmen entsprechend angepasst. Der Bund hat durch die neue Testverordnung sichergestellt, dass die Kosten der seit kurzem verfügbaren SARS-CoV2-Schnelltests für regelmäßige Testungen der Bewohner bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal übernommen werden. Die verfügbaren Schnelltests sollen jetzt zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden, um auch bei steigenden Infektionszahlen einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten und sichere Kontakte zu ermöglichen. Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet. Die Krankenhäuser sollen weiterhin bei der Bereitstellung von Intensivbetten unterstützt werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern werden zeitnah praktikable Lösungen erarbeiten, die auch die Fortführung finanzieller Unterstützungen enthalten soll. Krankenhäuser, die aufgrund der Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten besonders belastet sind, können wie in der Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung vorgesehen sanktionsfrei von den Vorgaben abweichen.

15. Bund und Länder werden die Information über die geltenden Corona-Maßnahmen noch einmal verstärken und durch möglichst einheitliche Maßnahmen die Übersichtlichkeit erhöhen. Sie werden jedoch auch die Kontrollen zur Einhaltung der Maßnahmen flächendeckend verstärken und dabei auch mittels verdachtsunabhängiger Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich, die Einhaltung der Quarantäneverordnungen überprüfen.

16. Bund und Länder sind sich darüber im Klaren, dass es sich um sehr einschneidende Maßnahmen handelt. Aber sie sind notwendig und sie sind mit Blick auf das zu schützende  Rechtsgut der Gesundheit der Bevölkerung und zur Abwendung noch umfangreicherer wirtschaftlicher Schäden im Falle einer unkontrollierten pandemischen Entwicklung verhältnismäßig.

 


27. Oktober 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten-/Freizeit- und Wettkampfsport auf und in städtischen Turn-/ Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster
hier: geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem 17. Oktober 2020/Allgemeinverfügung der Stadt Münster vom 25.10.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf meine E-Mail vom 21.10.2020 weise ich darauf hin, dass sich die Stadt Münster aktuell in der Gefährdungsstufe 2 (Inzidenzwert über 50) befindet.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Coronaschutzverordnung und der Allgemeinverfügung der Stadt Münster vom 25.10. gelten damit die nachfolgenden zusätzlichen Regelungen:

– Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen (Innenräume) und 500 Personen (im Freien) sind grundsätzlich unzulässig.
Veranstaltungen mit 100 – 249 (Innenräume) bzw. mit 100 – 499 Personen (im Freien) sind unzulässig, wenn nicht mindestens 3 Tage vorher dem Gesundheitsamt ein Konzept nach § 2b CoronaSchVO vorgelegt wurde.
Bitte beachten Sie: mit den o.a. Personenanzahlen sind Sportler*innen und Zuschauer*innen gemeint.

– Bei bundesweiten Teamsportveranstaltungen sind Zuschauer ausgeschlossen.

– Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch am Steh- oder Sitzplatz (innen und außen) und auf dem Weg dahin. Für die städtischen Sporthallen gilt weiterhin grundsätzlich die Pflicht, in allen Bereichen außerhalb der Sportfläche, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

– Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Außenbereichen, in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstandes zu erwarten ist. Wir empfehlen Ihnen die Anwendung der Maskenpflicht auf der gesamten Sportanlage.

– Bei der Ausübung des Sports braucht unverändert keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Die Anzahl der zulässigen Sportler*innen ist unverändert und von den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum nicht betroffen. Ich bitte jedoch ausdrücklich um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Anzahl der gleichzeitig Sporttreibenden.

Die offiziell gültigen Inzidenzwerte können Sie jederzeit der Homepage des Landeszentrums Gesundheit unter dem Link: https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage/index.html entnehmen. Bitte achten Sie künftig eigenständig auf die Entwicklung der Inzidenzwerte. Sie erhalten nicht bei jeder Über- oder Unterschreitung der Werte automatisch eine Information durch das Sportamt.

Bitte beachten: Ein Sinken der 7-Tages-Inzidenz unter die Marke von 50 führt nicht zwangsläufig zu einer Aufhebung der Allgemeinverfügung. Die Allgemeinverfügung wird erst aufgehoben, nachdem der Grenzwert von 50 über einen Zeitraum von sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wurde.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez.
Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes


27. Oktober 2020

25. Corona Update des LSB-Präsidiums und Vorschlag für gemeinsame Agieren angesichts der hohen Infektionsdynamik

Liebe Kollegen*innen,

die starke Dynamik des Infektionsgeschehens verunsichert unser Land und damit auch den Sport. Unerwartet hat die Stadt Duisburg vor wenigen Tagen Einschränkungen für den Sport angeordnet, die deutlich über die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes hinausgehen (unter anderem Trainings- und Wettkampfverbot für Kontaktsportarten in öffentlichen Sportanlagen). Dieses Vorgehen hat leider mit der Stadt Bochum bereits einen ersten Nachahmer gefunden. Es droht ein Dominoeffekt.

Hiergegen müssen wir aus unserer Sicht ankämpfen, denn das hätte fatale Folgen für die Menschen und unsere Vereine. Ziel muss es sein, einen zweiten Lockdown für den Sport zu verhindern. Ein Schlüssel dazu könnte sein, dass wir uns als organisierter Sport auf einige Leitplanken verständigen, die

  • erstens dazu beitragen, dass die Infektionsdynamik gebremst wird,
  • zweitens der Politik auf lokaler Ebene und Landesebene erneut verdeutlichen, dass wir verantwortungsvoll agieren, so dass sie auf erneute verbindliche Einschränkungen für den Sport verzichten kann.

Solche Leitplanken von LSB/Verbänden/Bünden könnten zum Beispiel lauten:

  • Für den organisierten Sport in NRW steht der Gesundheitsschutz der Bevölkerung an erster Stelle. Deshalb schöpft er angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens die laut Coronaschutzverordnung zulässigen Aktivitäten nicht voll aus und beachtet sorgsam alle geltenden Vorschriften.
  • Wir empfehlen, wo immer möglich, die Sportausübung ins Freie zu verlagern.
  • Wir empfehlen einen Verzicht auf die Nutzung von Duschen auf Sportanlagen.
  • Wir empfehlen eine reduzierte Nutzung von Umkleideräumen (nur da wo unbedingt notwendig und dann in kleinen, der Raumgröße angemessenen Gruppen)
  • Wir empfehlen den vollständigen Verzicht auf geselliges Miteinander vor und nach dem Sporttreiben bzw. vor und nach Sportveranstaltungen
  • Wir empfehlen im Kontaktsport im Training weitgehend auf Übungen zu verzichten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern längere Zeit unterschritten wird.

Dies sind wie gesagt nur Beispiele für einen möglichen Weg, den wir nur gemeinsam gehen könnten. Ein hohes Maß an Pragmatismus und Kompromissbereitschaft hinsichtlich etwaiger Formulierungen und ihrer verbindlichen Nutzung durch alle Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes wäre unabdingbare Voraussetzung für das notwendige schnelle Handeln. Wir freuen uns über jede Rückmeldung zu unserer Idee.

Herzliche Grüße

Ihr                                Ihr
Stefan Klett                Dr. Christoph Niessen
Präsident                  Vorstandsvorsitzender

 

Anbei zwei Kurzinformationen:

DOSB-Hygiene-Standards

Der DOSB hat am  Donnerstag den bereits angekündigten, TÜV-geprüften Hygienestandard veröffentlicht, siehe Anlage. Er beschreibt in einzelnen Modulen die erforderlichen Hygienemaßnahmen rund um den Sport- und Wettkampfbetrieb. Mit Hilfe der Module können individuelle Konzepte zusammengestellt werden, die allerdings noch um sportartspezifische Aspekte ergänzt werden müssen. Die Verwendung dieser TÜV-geprüften Standards könnte in Genehmigungsverfahren vor Ort eine wichtige Hilfe sein. Wir haben den DOSB gebeten, den Standard möglichst noch um einige Musterbeispiele für Veranstaltungen im Breitensport und wettkampforientierten Breitensport zu ergänzen.

 

Bundesweiter Teamsport

Da uns mehrfach Anfragen erreicht haben, was unter „bundesweitem Teamsport“ zu verstehen ist, hier die Definition laut Coronaschutzverordnung: „Bundesweite Teamsportveranstaltungen sind sämtliche Ligen und Wettbewerbe, an denen Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen können (zum Beispiel: Bundesligen in Fußball, Basketball, Handball, Volleyball oder Eishockey, nationale Pokalwettbewerbe, Spiele der europäischen Vereinswettbewerbe und Spiele der Nationalmannschaften).

 


26. Oktober 2020

Stadt Münster erlässt am Sonntag zweite Allgemeinverfügung

Auch der 50er Grenzwert ist überschritten: Die 7-Tage-Inzidenz in Münster liegt laut Erhebungen des Landeszentrums Gesundheit nun bei 62,2 Fällen je 100.000 Einwohnenden. Entsprechend hat die Stadt Münster heute eine weitere Allgemeinverfügung erlassen, die am Dienstagmorgen um 0 Uhr in Kraft treten wird. Für das Gebiet der Stadt Münster wird in der Allgemeinverfügung das Erreichen der Gefährdungsstufe 2 gemäß Coronaschutzverordnung des Landes festgestellt.

Damit treten folgende zusätzliche Regelungen in Kraft:

  • Ab Donnerstag sind Veranstaltungen und Versammlungen (sowie Kongresse) mit mehr als 500 Personen im Freien oder mehr als 250 Personen in Innenräumen unzulässig. Für Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen muss der Stadt vorab ein Hygienekonzept vorgelegt werden.
  • Der Gastronomiebetrieb sowie der Verkauf von alkoholischen Getränken sind im Stadtgebiet zwischen 23 und 6 Uhr verboten.
  • Feste sind nur noch mit 10 Personen erlaubt.
  • Im öffentlichen Raum darf grundsätzlich nur noch eine Gruppe von bis zu 5 Personen zusammentreffen.

Darüber hinaus besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für die nachfolgend aufgeführten Straßen und Plätze im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr:

  • Prinzipalmarkt
  • Michaelisplatz
  • Rothenburg
  • Königsstraße (zwischen Marievengasse und Rothenburg) einschließlich Picassoplatz und Adolph-Kolping-Platz
  • Hötteweg, Marievengasse
  • Ludgeristraße (zwischen Verspoel und Klemensstraße)
  • Salzstraße (im Bereich der Fußgängerzone)
  • Bolandsgasse
  • Julius-Voos-Gasse
  • Windthorststraße (zwischen Klosterstraße und Ludgeristraße)
  • Stubengasse
  • Heinrich-Brüning-Straße
  • Syndikatplatz, Platz des Westfälischen Friedens, Gruetgasse
  • Klemensstraße
  • Klarissengasse
  • Beginengasse

Außerdem gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für die nachfolgend aufgeführten Straßen und Plätze im Zeitraum von 20 bis 5 Uhr:

  • Jüdefelderstraße (zwischen Münzstraße und Überwasserstraße)
  • Münzstraße (auf dem südlichen Gehweg/Parkplatz zwischen Schlossplatz und Jüdefelderstraße)

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gilt grundsätzlich für alle Personen, die die aufgeführten Straßen und Plätze nutzen. Ausnahmen von der Verpflichtung ergeben sich aus der Regelung des § 2 Absatz 3 der Coronaschutzverordnung (Kinder, Befreiung aus medizinischen Gründen etc.). Die Maskenpflicht entfällt für Radfahrende in den für den Radverkehr zugelassenen Bereichen während der Fahrt.

Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer: „Alle Maßnahmen dienen der Reduzierung von Kontakten und dem Infektionsschutz. Dies kann und sollte jeder in seinem privaten Umfeld durch Eigenverantwortung und Rücksichtnahme entsprechend ergänzen. Ich gehe außerdem davon aus, dass die Stadt Münster im Laufe der Woche weitere Maßnahmen festlegen wird.“

Die Allgemeinverfügung kann erst wieder außer Kraft gesetzt werden, nachdem der jeweilige Grenzwert über einen Zeitraum von sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wurde.


 

21. Oktober 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten-/Freizeit- und Wettkampfsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster
hier: geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem 17. Oktober 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 17.10.2020 ist eine neue Fassung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in Kraft getreten. Wie in den vergangenen Wochen üblich, möchte ich Sie über die aktuellen Änderungen informieren.

Ausübung von nicht-kontaktfreiem Sport
Nach Maßgabe der Coronaschutzverordnung dürfen nun auf und in öffentlichen oder privaten Sportanlagen Gruppen in nicht festgelegter Gruppengröße (auch wenn sie nicht in häuslicher Gemeinschaft leben) zum Sport zusammenkommen und den Sport ohne Mindestabstand ausüben.
Das bedeutet, dass die ursprüngliche 30-Personen-Regelung entfällt und grundsätzlich wieder größere Sportveranstaltungen (z.B. mit mehreren Mannschaften) möglich sind.
Voraussetzung ist unverändert die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit nach §2a Absatz 1 der Coronaschutzverordnung.
Gleichwohl bitte ich Sie, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen, mit diesen neuen Möglichkeiten verantwortungsbewusst umzugehen und nicht bis an die Grenzen des Vertretbaren auszureizen. Es liegt weiterhin in unser aller Verantwortung, dass der Sport als Ort wahrgenommen wird, an dem die Coronaschutzbestimmungen zum Wohle der Allgemeinheit eingehalten werden.

Bitte beachten Sie: Die Sonderbestimmungen für Fitness-Studios sind von der Änderung ausgenommen. Hier gelten weiterhin gesonderte Regelungen (siehe ggf. Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ der Coronaschutzverordnung).

7-Tages-Inzidenzen
Bei 7-Tages-Inzidenz-Werten von 35 (Gefährdungsstufe 1) bzw. 50 (Gefährdungsstufe 2) sind sowohl Einschränkungen durch das Land NRW als auch regionale Einschränkungen mit Relevanz für den Sport möglich. Entscheidend für den aktuell gültigen Inzidenz-Wert sind die täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit.
(https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage/index.html)

Nachfolgende Regelungen gelten aufgrund der Vorgaben des Landes bei Überschreitung der o.g. Inzidenzwerte:
Mit Feststellung der Gefährdungsstufe 1 treten den Sport betreffend folgende Regelungen in Kraft:
– Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind unzulässig.
– Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch am Stehoder Sitzplatz (innen und außen).
– Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Außenbereichen, in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstandes zu erwarten ist (= gesamte Sportstätte)
– Bei bundesweiten Teamsportveranstaltungen sind Zuschauer ausgeschlossen.

Mit Feststellung der Gefährdungsstufe 2 gelten darüber hinaus folgende Regelungen:
– Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen (Innenräume) und 500 Personen (im Freien) sind unzulässig.
Veranstaltungen mit 100 bis 249 (Innenräume) bzw. 499 Personen (im Freien) sind unzulässig, wenn nicht mindestens 3 Tage vorher dem Gesundheitsamt ein Konzept nach §2b CoronaSchVO vorgelegt wurde.

Bei Unterschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 35 gelten unverändert die im Schreiben vom 21.09.2020 angegebenen Bedingungen für die Zulassung von Zuschauern.

Weiterhin gelten für die Sportstättennutzung in Münster wie folgt:
– Maskenpflicht in allen Bereichen einer Sporthalle außerhalb der eigenen Sportfläche (sanitäre Anlagen, Flure, Umkleiden, etc.)
– Bei einer Hallennutzung ist jederzeit für eine ausreichende Durchlüftung der Sporthallen zu sorgen (siehe Schreiben des Sportamtes vom 21.09.2020).
– Händehygiene beim Betreten und Verlassen der Sportstätte
– Reinigung/ Desinfektion der genutzten Sportgeräte. Geräte, die auf Grund der Oberfläche nicht desinfizierbar sind, müssen nach der Nutzung mit einem trockenen (Einweg-) Tuch gereinigt werden.
– Beginn und Beendigung der Nutzung erfolgen weiterhin fünf Minuten nach Beginn der genehmigten Nutzungszeit und fünf Minuten vor Ende der genehmigten Nutzungszeit.
– Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion oder Personen, die aus persönlichem Anlass auf ein Testergebnis warten, dürfen keinen Zutritt zur Sportanlage haben
– Das Unterlegen großer, selbst mitgebrachter Handtücher ist obligatorisch.
– Aufgrund der besonderen Aerosolbelastung ist jedes hochintensive Ausdauertraining (Indoor-Cycling, HIIT und anaerobes Schwellentraining) nur in Räumen zulässig, die ständig vollständig gut durchlüftet werden können.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

 


19. Oktober 2020

Information des Landessportbundes

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 16.10.2020 ist die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) für NRW – weiterhin mit einer Gültigkeit bis zum 31.10.2020 – erneut bearbeitet und veröffentlicht worden. Als Folge der steigenden Zahl positiver Testungen wurden nun Regelungen bei erhöhten Inzidenz-Werten (Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner) aufgenommen.

Nachfolgend möchten wir Sie über die aktuellen Anpassungen informieren:

I. Coronaschutzverordnung – NRW-weite Gültigkeit

  • In gesamt NRW gelten bei Inzidenz-Werten unter 35 unverändert die bisherigen Vorgaben
  • Für den bundesweiten Teamsport gilt nun: liegt der Wert der Neuinfektionen im Austragungsort über 35 pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz) sind keine Zuschauer mehr zulässig

II. Lokale Einschränkungen bei der Gefährdungsstufe 1 – Wert der Neuinfektionen über 35 pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz)

  • Beim Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb gilt:
  • für Zuschauer, Aktive in Pausenzeiten und abseits der Sportfläche sitzende Zeit-/Kampfgerichte gilt durchgängig die Maskenpflicht

III. Lokale Einschränkungen bei der Gefährdungsstufe 2 – Wert der Neuinfektionen über 50 pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz)

  • Beim Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb gilt:
    • Für Zuschauer, Aktive in Pausenzeiten und abseits der Sportfläche sitzende Zeit-/Kampfgerichte gilt durchgängig die Maskenpflicht.
    • Es dürfen keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmenden (inkl. Zuschauern) draußen und 250 in Innenräumen durchgeführt werden.
    • Ab dem 4. Tag nach der Feststellung der Gefährdungsstufe 2 (Inzidenz >50) sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen unzulässig, wenn nicht drei Tage vorher dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorgelegt wurde.

IV. Verfügungen der Kreise und kreisfreien Städte

  • In den Kreisen und kreisfreien Städten können weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens angeordnet werden, wenn nach 10 Tagen der Inzidenzwert > 50 nicht zum Stillstand gekommen ist. Diese weitergehenden Maßnahmen müssen jeweils bei den zuständigen Behörden vor Ort abgefragt werden.

Wie gewohnt finden Sie die Links zur Coronaschutzverordnung und die ergänzten Anlagen sowie weitere Informationen hier

Wir alle sind aufgefordert bei allen Vereinsmitglieder, Kursteilnehmende und dem Sport verbundenen Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich dafür zu werben, dass die Einhaltung der Vorgaben jeden Einzelnen schützt und damit letztlich auch dazu beiträgt, dass die vielen NRW-Sportvereine nicht in ihrer Existenz gefährdet werden.

Bleiben Sie rücksichtsvoll und achtsam!

Stefan Klett                              Dr. Christoph Niessen
Präsident                                 Vorstandsvorsitzender

 


17. September 2020

Information des Landessportbundes

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem 16.09.2020 gilt die aktualisierte Coronaschutzverordnung in NRW. Wir nehmen dies zum Anlass, Ihnen ein weiteres Corona-Update zukommen zu lassen:

  1. Neue Coronaschutzverordnung

Am 16.09.2020 ist die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten. Sie hat eine Gültigkeit bis zum 30.09.2020.

Anders als bei den letzten Aktualisierungen gibt es eine deutliche Veränderung bezüglich der zulässigen Anzahl von Zuschauern im Spiel- und Wettkampfbetrieb:

–       Zum einen bleibt es bei der Zulässigkeit von 300 Zuschauer*innen, bei der die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden muss.

–       Zum anderen ist eine Zuschauerzahl zulässig, die bis zu einem Drittel des maximalen Fassungsvermögens der jeweiligen Sportstätte liegt. Hierfür muss der zuständigen Behörde ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept (ab 500 inklusive Konzept für An-/Abreise) vorgelegt werden. Bei mehr als 1.000 Zuschauern*innen muss das Konzept von der örtlichen Gesundheitsbehörde genehmigt und von diesem zusätzlich vorab zum Einverständnis dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales vorgelegt werden.

–       Für die Durchführung von Spielen der Bundesligen der Teamsportarten gelten Sonderregeln, die den aktualisierten Hygiene- und Infektionsschutzstandards (s. u.) zu entnehmen sind.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der DOSB bereits die Entwicklung eines allgemeinen Hygiene-Rahmenkonzeptes für Sportveranstaltungen in Auftrag gegeben hat – wir halten Sie dazu informiert.

Im Trainings- und Wettkampfbetrieb behält die 30-er Regelung bei den Kontaktsportarten zwar weiterhin grundsätzlich Gültigkeit. Sie wird aber dahingehend ergänzt, dass bei Spielen von zwei Mannschaften die laut Verbandssatzung bzw. Spielordnung zulässige Zahl der Spieler*innen erlaubt ist, auch wenn diese mehr als 30 beträgt. Damit ist z.B. auch Rugby nun wieder voll spielfähig.

Die LSB-Leitfäden für Vereine und Trainer*innen/Übungsleiter*innen haben wir aktualisiert. Wie gewohnt finden Sie die Coronaschutzverordnung, die ergänzten Hygiene- und Infektionsschutzstandards, die genannten Leitfäden und weitere Informationen auf der LSB-Internetseite.

 


19. August 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten- und Freizeitsport und Wettkampfsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster

hier: geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem 12. August 2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Wirkung vom 12.08.2020 ist eine neue Fassung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in Kraft getreten.
Für den Sport ergeben sich wenige Änderungen, dennoch möchte ich Sie über den aktuellen Stand der Möglichkeiten zur Sportstättennutzung informieren.

Ausübung von nicht-kontaktfreiem Sport
Nach Maßgabe der Coronaschutzverordnung dürfen auf und in öffentlichen oder privaten Sportanlagen Gruppen bis zu 30 Personen (auch wenn sie nicht in häuslicher Gemeinschaft leben) zum Sport zusammenkommen und den Sport ohne Mindestabstand ausüben. Bei heruntergelassenen Vorhängen einer Dreifachhalle sind demnach in jedem Hallentrakt bis zu 30 Personen rechtlich möglich. Eine Durchmischung der Personen der unterschiedlichen Hallentrakte darf auf keinen Fall erfolgen!
Je nach Hallensituation empfehle ich jedoch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen, die maximale Personenanzahl nach Möglichkeit nicht voll auszuschöpfen.

Bitte beachten Sie: es ist immer eine Rückverfolgbarkeit nach § 2a der Coronaschutzverordnung sicherzustellen. In geschlossenen Räumen ist zudem für eine gute Durchlüftung zu sorgen.

Ausübung von kontaktfreiem Sport
Bei der Ausübung von kontaktfreiem Sport (= jederzeit Mindestabstand zu allen anderen Personen 1,50 Meter) ist die Personenzahl der Sporttreibenden nicht gedeckelt.
Wir empfehlen eine individuelle Anpassung der Gruppengröße an die zur Verfügung stehende Fläche. Je Person sollten mindestens 10 qm Platz vorhanden sein.

Durchlüftung der Sporthallen
Die nutzenden Vereine achten bitte auf eine möglichst gute Durchlüftung der Sporthalle.
● Bei Sporthallen mit einer Lüftungsanlage (siehe Anlage) ist der Luftaustausch in ausreichendem Maße gesichert. Die Lüftungen sind auf regelmäßige Frischluftzufuhr von außen eingestellt. An warmen Tagen wird entsprechend u. U. auch warme Luft in die Hallen eingebracht. Dies ist leider nicht zu verhindern und zur Senkung einer etwaigen Aerosol-Konzentration erforderlich. Eine zusätzliche Lüftung dieser Hallen durch Fenster und Türen ist nicht zwingend erforderlich; zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen empfehlen wir diese jedoch in den „Wechselpausen“.
● Bei Sporthallen ohne Lüftungsanlage muss die Halle durch Öffnung der (Notausgangs-)Türen und Oberlichter nach Möglichkeit quergelüftet werden. Fenster und Türen sollten nach Möglichkeit und in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen während der sportlichen Betätigung geöffnet bleiben. Bitte nutzen Sie unbedingt auch die „Wechselpausen“ zwischen unterschiedlichen Gruppen. Bitte beginnen Sie mit der Lüftung der Halle 10 Minuten vor Ende der bestätigten Nutzungszeit. Der/Die Verantwortliche schließt, sofern die nachfolgende Gruppe am Ende der eigenen Nutzungszeit noch nicht anwesend ist Fenster und (Notausgangs-)Türen. Der/Die Verantwortliche der nachfolgenden Gruppe, öffnet Fenster und Türen vor Beginn des Sportbetriebes und lässt die Gruppe frühestens fünf Minuten nach Lüftungsbeginn in die Halle.
Bitte weisen Sie die Verantwortlichen Ihrer Gruppen darauf hin, diese Regelung einzuhalten.
Sollten die Notausgangstüren mit einem Tür-Alarm gesichert sein, sprechen Sie bitte den Hausmeister vor Ort an: er wird sich um eine Lösung des Problems bemühen.
● Aufgrund der besonderen Aerosolbelastung ist jedes hochintensiveAusdauertraining (Indoor-Cycling, HIIT und anaerobes Schwellentraining) nur in Räumen zulässig, die ständig vollständig gut durchlüftet werden können.

Nutzung von Duschen und Umkleiden
Die Nutzung von Duschen und Umkleiden ist gestattet.
Bitte weisen Sie Ihre Sportler*innen darauf hin, dass immer ein Abstand von mind. 1,5 Metern zu allen anderen Nutzer*innen gehalten werden muss und teilen Sie, falls erforderlich, die Nutzer*innen der Umkleiden/ Duschen in mehrere Kleingruppen auf.

Parallelnutzung Schulen und Sportvereine/freie Sportgruppen
Nach Rücksprache mit dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem Gesundheitsamt ist eine Parallelnutzung zwischen Schulen und Vereinen wieder möglich. Zur Vermeidung von Begegnungsverkehr stimmen sich die Verantwortlichen mit den jeweiligen Lehrer*innen so ab, dass es keine Begegnungen der Sportvereine/freien Sportgruppen mit den Schüler*innen vor Ort gibt. Darüber hinaus gelten sämtliche Regelungen, die in diesem Schreiben angegeben sind. Insbesondere weise ich ausdrücklich auf das korrekte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Raumen/Flächen außerhalb der eigenen Sportfläche hin.

Weiterhin gelten für die Hallennutzung in Münster wie folgt:
–  Maskenpflicht in allen Räumen außerhalb der eigenen Sportfläche (sanitäre Anlagen, Flure, etc.)
–  Händehygiene beim Betreten und Verlassen der Sporthalle
–  Reinigung/Desinfektion der genutzten Sportgeräte. Geräte, die auf Grund der Oberfläche nicht desinfizierbar sind, müssen nach der Nutzung mit einem trockenen (Einweg-)Tuch gereinigt werden.
–  Beginn und Beendigung der Hallennutzung erfolgen weiterhin fünf Minuten nach Beginn der genehmigten Nutzungszeit und fünf Minuten vor Ende der genehmigten Nutzungszeit.
–  Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion oder Personen, die aus persönlichem Anlass auf ein Testergebnis warten, dürfen keinen Zutritt zur Sportanlage haben
–  Das Unterlegen großer, selbst mitgebrachter Handtücher ist obligatorisch.

Zuschauer
Das Betreten einer Sportanlage ist für bis zu 300 Zuschauer zulässig. Für die Zuschauer muss eine Rückverfolgbarkeit nach § 2a sichergestellt sein. Ebenso müssen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern (auch in Warteschlangen) getroffen werden. Es ist zu gewährleisten, dass im unmittelbaren Umfeld der Sportstätte keine unzulässigen Ansammlungen verursacht werden.

Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen
Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen sind weiterhin bis mindestens 31. Oktober 2020 untersagt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 4 92-52 14 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag
gez. Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes


Auszug aus der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO)
§2a Rückverfolgbarkeit
(1) Die einfache Rückverfolgbarkeit im Sinne dieser Vorschrift ist sichergestellt, wenn die den Begegnungsraum eröffnende Person (Gastgeber, Vermieter, Einrichtungsleitung, Betriebsinhaber, Veranstaltungsleitung usw.) alle anwesenden Personen (Gäste, Mieter, Teilnehmer, Besucher, Kunden, Nutzer usw.) mit deren Einverständnis mit Name, Adresse und Telefonnummer sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts bzw. Zeitpunkt von An- und Abreise schriftlich erfasst und diese Daten für  vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nicht, wenn diese Daten für den Verantwortlichen bereits verfügbar sind.
(2) Die besondere Rückverfolgbarkeit im Sinne dieser Vorschrift ist sichergestellt, wenn die nach Absatz 1 verantwortliche Person zusätzlich zur Erhebung der Daten nach Absatz 1 einen Sitzplan erstellt und für vier Wochen aufbewahrt. In dem Sitzplan ist zu erfassen, welche anwesende Person wo gesessen hat.
(3) Die in den vorstehenden Absätzen genannten personenbezogenen Daten sind nach den geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften zu verarbeiten, insbesondere vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern und nach Ablauf von vier Wochen vollständig datenschutzkonform zu vernichten. Die für die Datenerhebung gemäß Absatz 1 Verantwortlichen können zusätzlich
eine digitale Datenerfassung anbieten, haben dabei aber sämtliche Vorgaben des Datenschutzes (insbesondere bei der Fremdspeicherung von Daten) und die vollständige datenschutzkonforme Löschung der Daten nach vier Wochen in eigener Verantwortung sicherzustellen. Zudem sind die Daten im Bedarfsfall der zuständigen Behörde auf Verlangen kostenfrei in einem von ihr nutzbaren Format – auf Anforderung auch papiergebunden – zur Verfügung zu stellen. Personen, die in die digitale Datenerfassung nicht einwilligen, ist in jedem Fall eine nur papiergebundene Datenerfassung anzubieten.
(4) In allen Fällen des Zusammentreffens mehrerer Personen, in denen diese Verordnung nicht die Rückverfolgbarkeit nach den Absätzen 1 und 2 anordnet, liegt es in der Verantwortung der zusammentreffenden Personen, für vier Wochen nach dem Zusammentreffen zu gewährleisten, dass im Fall einer Infizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sämtliche Personen der unteren Gesundheitsbehörde mit Kontaktdaten benannt werden können.
(5) Die vorstehenden Regelungen gelten nicht, soweit gesetzlich eine Anonymität der Personen, die ein Angebot in Anspruch nehmen bzw. eine Einrichtung aufsuchen, vorgesehen ist.

 


14. Juli 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten- und Freizeitsport und Wettkampfsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster

hier: geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem 15. Juli 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
am morgigen Mittwoch, 15. Juli 2020 tritt eine neue Fassung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in Kraft, über deren Relevanz für den Sport ich Sie mit heutigem Schreiben informieren möchte.

Ausübung von nicht-kontaktfreiem Sport
Nach Maßgabe der neuen Verordnung dürfen ab 15. Juli im Freien und in geschlossenen Räumen bis zu 30 Personen (auch wenn sie nicht in häuslicher Gemeinschaft leben) zum Sport zusammenkommen und den Sport ohne Mindestabstand ausüben.
Bitte beachten Sie: In beiden Fällen ist eine Rückverfolgbarkeit nach §2a der Coronaschutzverordnung sicherzustellen.
In geschlossenen Räumen ist zudem für eine gute Durchlüftung zu sorgen.
Die stadtinterne Regelung von 20 Personen je Hallensegment/ Einfachhalle ist mit dieser neuen Regelung hinfällig.

Weiterhin gelten für die Hallennutzung in Münster wie folgt:
– Maskenpflicht in allen Räumen außerhalb der Sportfläche (sanitäre Anlagen, Flure, etc.)
– Händehygiene beim Betreten und Verlassen der Sporthalle
– Reinigung/ Desinfektion der genutzten Sportgeräte.

Zuschauer
Das Betreten einer Außensportanlage ist für bis zu 300 Zuschauer zulässig. Für die Zuschauer muss eine Rückverfolgbarkeit nach §2a sichergestellt sein. Ebenso müssen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern (auch in Warteschlangen) getroffen werden.

Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen
Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen sind – diese Terminierung ist neu – bis mindestens bis 31. Oktober 2020 untersagt.

Nutzung von Duschen und Umkleiden
Die Nutzung von Duschen und Umkleiden bleibt für Münster unverändert: eine Nutzung in den Sporthallen bei bestätigten Sonderbelegungen ist bis zum Ende der Sommerferien untersagt.
Ab 12. August (nicht früher!) dürfen Duschen und Umkleiden dort wieder genutzt werden. Bitte weisen Sie Ihre Sportler*innen darauf hin, dass immer ein Abstand von mind. 1,5 Metern zu allen anderen Nutzer*innen gehalten werden muss.
Duschen und Umkleiden der städtischen Sportaußenanlagen können unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern genutzt werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

Das Schreiben im Original finden Sie hier:

 


 

29. Mai 2020

Pressemitteilung der Staatskanzlei NRW

Ab Samstag, 30. Mai 2020, gelten in Nordrhein-Westfalen im Zuge des Nordrhein-Westfalen-Plans der Landesregierung weitere Öffnungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen entsprechend der jüngsten Verständigung zwischen Bund und Ländern, Regelungen zur Durchführung von Veranstaltungen in Kinos, Theatern, Opern- und Konzerthäusern und anderen öffentlichen oder privaten Kultureinrichtungen sowie Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport.

Übersicht der Neuregelungen im Bereich Sport

  • Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen, wird auch der nicht-kontaktfreie Sport im Freien wieder gestattet.
  • In diesem Rahmen sind Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport im Freien unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts wieder zulässig. 100 Zuschauer sind unter Auflagen zugelassen.
  • Die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen ebenso möglich wie die Nutzung der Gesellschaftsräume in und auf Sportanlagen.
  • Der Betrieb von Hallenbädern zur reinen Ausübung des Schwimmsports in Bahnen ist unter Auflagen möglich. Die Vorgaben zum Schwimmunterricht sind ebenfalls geregelt.
  • Die Erlaubnis des Trainingsbetriebs an Bundesstützpunkten wurde um die Landesleistungsstützpunkte in besonderem Landesinteresse erweitert.
  • Im Übrigen bleibt der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt weiterhin untersagt.

Im Video erklärt Staatssekretärin Milz die neuen Regelungen.

 


 

28. Mai 2020

Schreiben des LSB-Vorstandes

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es gibt erneut eine Aktualisierung der Coronaschutzverordnung mit Anlagen, gültig ab dem 30. Mai.

Komplexität der CoronaSchVO mit Anlagen hat zugenommen – Erläuterung für Vereine notwendig

Die neue CoronaSchVO enthält einerseits nicht alle Lockerungen, die für den 30. Mai erwartet wurden und andererseits auch Lockerungen, die nicht zu erwarten waren. Die Zahl der Querweise zwischen Paragrafen innerhalb der CoronaSchVO und zwischen CoronaSchVO und Anlagen hat zugenommen, die Zahl der Kapitel in den Anlagen ebenso. Aus unserer Sicht ist es für viele Vereine nicht mehr leistbar, diese Regelungen im Detail auszulegen und zu interpretieren. Deshalb haben wir eine Übersicht über die aktuelle Lage auf einer Seite erstellt, die eine Orientierung bieten soll, siehe Anlagen unten. Eine Gewähr kann nicht übernommen werden. Letztverantwortlich bleiben die handelnden Personen vor Ort. Und damit sind nicht nur Vereinsverantwortliche, sondern auch jedes sporttreibende Mitglied und natürlich die Kommunen als wichtige Sportstättenträger gemeint.

Wichtig ist u. E. auch der Hinweis, dass es sich wie schon bei den zurückliegenden Lockerungen um grundsätzliche Möglichkeiten handelt. Weder ist eine sofortige Umsetzung geboten, noch eine bestimmte Frist, innerhalb der eine vor Ort gewünschte Umsetzung zu erfolgen hat. Wir empfehlen unverändert, alle vorhandenen Möglichkeiten individuell zu prüfen und behutsam umzusetzen, angepasst auf die örtlichen Verhältnisse und die eigenen Möglichkeiten. Wo dafür eine Zustimmung der lokalen Behörden (z. B. Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte im Wettkampfsport, s. u.) oder deren Entscheidung (Öffnung kommunaler Sportstätten) notwendig ist, sind einmal mehr die Stadt- und Kreissportbünde gefragt, sich vor Ort vermittelnd und unterstützend einzusetzen.

Entscheidende Veränderungen ab dem 30.05.2020 sind (wir konnten noch nicht alle Detailfragen klären und werden zeitnah weiter informieren):

  • Uneingeschränktes Training (auch Kontaktsport) im Leistungssport ist jetzt nicht nur an den Bundesstützpunkten, sondern auch an Landesleistungsstützpunkten mit besonderem Landesinteresse indoor und outdoor möglich.
  • Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen dürfen mit geeigneten Vorkehrungen (Hygiene, Infektionsschutz, Zutrittskontrolle, Einhaltung Mindestabstand) genutzt werden (Toiletten weiterhin).
  • Im Freien ist auch nicht kontaktfreier Sport (also ohne Mindestabstand) als Training in Gruppen von maximal 10 Personen möglich.
  • Sportfreianlagen dürfen von bis zu 100 Zuschauern betreten werden
  • Wettkämpfe im Breiten- und Freizeitsport sind nur im Freien möglich und es muss ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorliegen, das vom örtlich zuständigen Gesundheitsamt genehmigt wurde. Dies wird aus unserer Sicht von vielen Vereinen nicht leistbar sein. Allerdings hatten wir bereits in unserem letzten Update darüber informiert, dass die meisten Fachverbände ihre Wettkämpfe ohnehin bereits vorsorglich bis zu den Sommerferien eingestellt haben. Hier wird also kein Schaden durch diese zusätzliche Vorschrift entstehen. Das gilt besonders für Teamsportarten.
  • Wo Individualsportverbände noch eine Durchführung von Wettkämpfen bis zu den Sommerferien planen, empfehlen wir, dass die Fachverbände ihren Vereinen ein sportartspezifisches Muster für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept zur Verfügung stellen, das diese nutzen können, um es vom örtlich zuständigen Gesundheitsamt genehmigen zu lassen. Eine erste allgemeine Hilfestellung zur Erarbeitung eines solchen Konzeptes finden Sie als Anhang.
  • Hallenbäder können ihre Bahnenschwimmbecken für den Schwimmsport öffnen (Details siehe Anlage zur CoronaSchVO Kapitel VIII).
  • In den Sommerferien sind Freizeiten für Kinder und Jugendliche möglich (Details siehe Anlage zur CoronaSchVO Kapitel X).

Wir wünschen Ihnen ein schönes Pfingstwochenende und verbleiben

mit sportlichen Grüßen

Stefan Klett                    Dr. Christoph Niessen
Präsident                        Vorstandsvorsitzender

 

Hier finden Sie die Übersicht der ab 30. Mai gültigen Möglichkeiten im Sport:

Hier finden Sie Hinweise zur Erstellung eines Hygienekonzeptes für sportliche Wettkämpfe im Freien:

Das ist die ab dem 30. Mai 2020 gültige Fassung der Coronaschutzverordnung:

 


28. Mai 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten- und Freizeitsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster
hier: geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung mit Gültigkeit ab dem 30. Mai 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
kurz nach dem gestrigen Schreiben an Sie wurde durch das Land NRW eine geänderte Fassung der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) veröffentlicht, über deren Relevanz für den Sport ich Sie mit heutigem Schreiben informieren möchte.

Ausübung von nicht-kontaktfreiem Sport
Nach Maßgabe der neuen Verordnung dürfen ab 30. Mai bis zu zehn Personen (auch wenn sie nicht in häuslicher Gemeinschaft leben) im Freien zum Sport wieder zusammenkommen und den Sport ohne Mindestabstand ausüben. Das bedeutet, dass z.B. im Fußballtraining im Freien (!) ein Spiel fünf gegen fünf (inkl. Torhütern) zulässig ist. Zu etwaigen weiteren Sportler*innen muss weiterhin jederzeit der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
Bitte beachten Sie: Diese Regelung gilt ausdrücklich nur für den Außensport. Die Vorgaben für den Hallensport sind unverändert.
Zur Rückverfolgung etwaiger Infektionsketten bitte ich bei nicht-kontaktfreier Sportausübung im Freien um Dokumentation der Trainingsteilnehmer*innen und Aufbewahrung dieser Dokumentation, so dass die Gesundheitsbehörden ggf. die Kontakte bei Ihnen abrufen können.
Nach Ablauf von vier Wochen sind diese Daten vollständig zu vernichten. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen des §2a der Coronaschutzverordnung.

Zuschauer
Im Breiten- und Freizeitsport ist ab 30.5. im Freien unter Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern das Betreten der Sportanlage durch bis zu 100 Zuschauer zulässig.

Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport
Im Breiten- und Freizeitsport sind ab 30. Mai auf und außerhalb von öffentlichen oder privaten Sportanlagen Wettbewerbe im Freien auf Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes (§2b CoronaSchVO) zulässig. Dieses ist dem Gesundheitsamt ggf. zur Genehmigung vor Ausschreibung/Durchführung des Wettbewerbes vorzulegen.
Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Nutzung von Duschen und Umkleiden
Obwohl die ab 30. Mai gültige Fassung der Coronaschutzverordnung eine Freigabe der Duschräume und Umkleiden ermöglicht, bleibt die Nutzung in den Sporthallen entsprechend des gestrigen Schreibens bis einschließlich der Sommerferien untersagt. Duschen und Umkleiden der städtischen Sportaußenanlagen können unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern ab 30.05.2020 wieder genutzt werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Dieter Schmitz
stellvertr. Leiter des Sportamtes

 


27. Mai 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Breiten- und Freizeitsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen in Münster
hier: ergänzende Informationen und Sommerferienregelung

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom 15.05. habe ich Sie über die Bedingungen zur Aufnahme des Sportbetriebes in und auf städtischen Sportanlagen und
-hallen informiert.
Heute sende ich Ihnen Konkretisierungen zu diesem Schreiben, die sich in den letzten Tagen ergeben haben, sowie Informationen zur Hallennutzung in den Sommerferien zu.

Zwei-Personen-/Zwei-Hausstands-Regel
Mit Aktualisierung der Coronaschutzverordnung vom 20.05. dürfen sich ausdrücklich wieder Sportler*innen aus max. zwei häuslichen Gemeinschaften näher als dem sonst üblichen Sicherheitsabstand kommen. Das bedeutet, dass z. B. Tennis-Doppel (allerdings weiterhin mit Mindestabstand zum anderen Doppelpaar) wieder möglich sind.
Ein Tausch der Doppelpartner ist nicht möglich.

Kontaktsport/ Wettkampfsport/Wettkampf- und Spielsituationen
Nach derzeit gültiger Coronaschutzverordnung ist die Ausübung von Kontaktsportarten/ Wettkampfsport und Wettkampf-/ Spielsituationen weiterhin untersagt. Informationen über eine Freigabe dieser Sportarten zum 30. Mai beruhen zum aktuellen Zeitpunkt nur auf einer Pressemitteilung der Landesregierung vom 6. Mai mit einer Absichtserklärung des Ministerpräsidenten.
Derzeit gibt es allerdings noch keine geänderte Gesetzeslage, so dass ich ausdrücklich darauf hinweise, dass bislang und nach derzeitigem Stand auch weiterhin die Ausübung von Kontaktsport und Wettkampfsport/ Wettkampfsituationen untersagt ist. Sollte eine etwaige Neufassung der Coronaschutzverordnung daran etwas ändern, werde ich Sie kurzfristig informieren.

Nutzung der Sporthallen durch Sportvereine, Kitas, freie Sportgruppen, etc. während der Unterrichtszeiten
Zur Vermeidung des Hineintragens von Infektionsketten in die Schulen, untersagt die Stadt Münster, dass Dritte (=Sportvereine, Kitas, freie Sportgruppen, etc.) die Sport- und Turnhallen parallel oder in zeitlichen Freiräumen während der Unterrichtszeiten nutzen. Eine Nutzung durch Nutzer, die nicht zum eigentlichen Schulbetrieb gehören, ist erst nach vollständigem Abschluss der Schulnutzung der jeweiligen Sporthalle möglich.
Sollten Ihnen die angemeldeten Nutzungszeiten der Schule in der von Ihnen genutzten Halle nicht bekannt sein, können Sie diese der Sportstättenbelegungsübersicht auf der Homepage des Sportamtes entnehmen: https://www.stadt-muenster.de/sportamt/sportstaetten/freie-hallenzeiten.html

Sporthallennutzung in den Sommerferien
Sporthallennutzungen sind, wie in den Vorjahren, in den Sommerferien durch Beantragung von Sonderterminen grundsätzlich möglich.
Da die Sporthallen, auch das kennen Sie aus den Vorjahren, in den Sommerferien nicht gereinigt werden, muss dies weiterhin durch die nutzenden Vereine erfolgen.
Coronabedingt müssen die Nutzer in diesem Jahr (zusätzlich zur üblichen Reinigung der Sportstätte) nach der Nutzung die von den Sportler*innen genutzten Toiletten, Waschbecken und Bodenflächen dieser Bereiche gründlich reinigen. Die Reinigung muss direkt nach jeder Nutzergruppe erfolgen: nur so lässt sich sicherstellen, dass die Reinigung nicht aus Gründen einer unklaren Zuständigkeit unter den Nutzern ausbleibt.
Informationen zum Reinigungsstandard können Sie der Folgeseite entnehmen. Erforderliche Reinigungsmittel und –ausstattung müssen die Nutzer selbst mitbringen. Anfallender Müll muss mitgenommen werden und darf nicht in den Müllcontainern der Schule entsorgt werden.
Zur Reduzierung des Infektionsrisikos und des (Reinigungs-) Aufwandes bleibt die Nutzung der Umkleiden und Duschen (unabhängig von der zum Zeitpunkt der Ferien gültigen Gesetzeslage) während der Sommerferien weiterhin untersagt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

 

 

Reinigung sanitärer Anlagen in den Sommerferien
● Toilettensitze, Urinale, Armaturen, Waschbecken, Fußböden und Türklinken sind nach jeder Nutzergruppe feucht zu reinigen. Bei einer Kontamination der Flächen bzw. Materialien ist eine Desinfektion mit einem Mittel der VAH-Liste durchzuführen. Eine effektive Desinfektion wird erreicht, wenn ein geeignetes Desinfektionsmittel in der vorgeschriebenen Konzentration und unter Beachtung der Einwirkzeit angewendet wird. Hierzu müssen die Herstellerangaben des Desinfektionsmittels beachtet werden. Bei der Desinfektion ist geeignete Schutzkleidung, wie Arbeitsgummihandschuhe und/oder Schürze, zu tragen.
Damit eine solche Reinigung notfalls auch bei Abwesenheit von Reinigungspersonal durchgeführt werden kann, sollte ein Vorrat an Reinigungstüchern mit geeigneten Flächendesinfektionsmitteln bzw. fertig konfektionierten Desinfektionswischtüchern vorgehalten werden.

● An den Waschplätzen sollte aus hygienischen Gründen Flüssigseife aus Seifenspendern und Einmalhandtuchpapier bereitgestellt werden. Die Benutzung von Gemeinschaftshandtüchern ist aus hygienischer Sicht bedenklich und daher abzulehnen. Papierabwurfbehälter sind mit einem Beutel zu versehen und täglich zu entleeren. Eine Reinigung der Abfallbehälter innen und außen sollte wöchentlich durchgeführt werden. Toilettenpapier, Handtuchpapier und Flüssigseife sind grundsätzlich vorzuhalten.

Das Schreiben im Original finden Sie hier:

 


15. Mai 2020

Pressemitteilung der Stadt Münster

Freibadsaison startet am 20. Mai
Coburg öffnet Mittwoch / Hiltrup und Stapelskotten folgen / Begrenzte Besucherzahl und Schwimmzeit / „Tempo-Zonen“
Endlich gute Nachrichten für alle Freibadfans: Die Coburg öffnet als erstes Freibad am kommenden Mittwoch wieder seine Tore. Allerdings nur für eine begrenzte Besucherzahl und nur zum Schwimmen am Vormittag. Die Besucherinnen und Besucher können sich vorerst nicht auf den Wiesen des Bades aufhalten. Nachmittags wird die Coburg den Vereinen zur Verfügung stehen.
Kerstin Dewaldt, Leiterin des Sportamtes, freut sich, dass die Münsteraner schon bald wieder ihre Bahnen ziehen können. „Allerdings müssen die Schwimmer ‚Corona-Beschränkungen‘ in Kauf nehmen. Nur so können etwa die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden.“ Ihr Appell an die Badegäste:  „Oberstes Ziel ist es, den Aufenthalt im Freibad so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Das setzt voraus, dass unsere Gäste sich verantwortungsvoll verhalten. „Die Öffnung der Coburg ist durchaus als Testlauf zu verstehen. Wenn es dort funktioniert, können Stapelskotten und das Freibad Hiltrup voraussichtlich ab Pfingsten geöffnet werden“, macht Dewaldt klar.
Die Besucherzahl wird auf 100 Badegäste begrenzt, auch kann das Bad nur innerhalb eines festgelegten Zeitfensters genutzt werden. „Das ist entscheidend, um die Abstandsregelung einhalten zu können“, erläutert Marco Beernink, Badleiter der Coburg. „Jeder ist bei uns natürlich herzlich willkommen. Ich bitte aber alle Badegäste um Verständnis, wenn es unter diesen besonderen Umständen zu Wartezeiten im Eingangsbereich zu Wartezeiten kommt.“
Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, werden alle Gäste gebeten, beim Betreten des Freibades einen ausgefüllten Vordruck abzugeben oder einen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen vor Ort mitzubringen. Der Vordruck und alle Informationen zu den Zeitfenstern stehen auf der Internetseite des Sportamtes ab Montag zur Verfügung: www.stadt-muenster.de/sportamt
Zum weiteren Schutz der Badegäste werden die Schwimmbecken mit Leinen unterteilt, um auch hier die Abstandregelungen zu unterstützen. Ein „Einbahn-System“ soll verhindern, dass Schwimmer sich im Wasser zu nah kommen. Es werden drei unterschiedliche „Tempo-Zonen“ eingerichtet, um ambitionierten Sportlern und Hobbyschwimmern gerecht zu werden.
Umkleiden, Waschräume und Warmwasserduschen bleiben geschlossen. Lediglich die Toilettenräume und Außenduschen sind freigegeben. Spender mit Desinfektionsmittel werden an mehreren Stellen im Bad für die Gäste aufgestellt. Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten, wird außerdem zusätzliches Personal eingesetzt.
„Wir warten immer noch auf konkrete Vorgaben des Landes. Damit die Bürgerinnen und Bürger aber nicht noch länger auf die Öffnung der Bäder warten müssen, haben wir in der letzten Woche das umfangreiche Konzept erarbeitet. Es orientiert sich an den Hinweisen der Gesellschaft für das Badewesen e.V.“, erläutert Kerstin Dewaldt. Gegebenenfalls werde das aktuelle Konzept angepasst.

 


15. Mai 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster an die Vereine zu Breiten- und Freizeitsport auf und in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen in Münster

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf Grundlage der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO)“ vom 11. Mai 2020 und der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung – CoronaBetrVO)“ freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ab dem 18.05.2020 der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter der Einhaltung von Bedingungen auf und in öffentlichen oder privaten Sportanlagen oder im öffentlichen Raum wieder zulässig ist.

Von Seiten des Landes NRW stehen derzeit immer noch widersprüchliche Aussagen zur Zulässigkeit der Sporthallennutzung im Raum. Im Interesse der Münsteraner Sportvereine hat sich die Stadt Münster dennoch zu einer Öffnung der Sporthallen entschieden.

Die entsprechenden Bedingungen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Informationsblatt „Richtlinie zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen“.
Ich bitte um unbedingte Beachtung.

Ein paar Hinweise dazu:
● Die angekündigten Handdesinfektionsmittel befinden sich in der Belieferung und werden in Kürze in die Regie-/Übungsleiterräume gestellt. Da es sich um eine Empfehlung des Gesundheitsamtes und keine Pflicht handelt, ist diese geringe zeitliche Verzögerung zulässig.
● Sollte es im Einzelfall geringe Verzögerungen/ Unannehmlichkeiten bei der Hallenöffnung geben, so bitte ich um Ihr Verständnis, da die verbindlichen Regelungen erst jetzt festgesetzt werden konnten und abschließend umgesetzt werden können. Das Sportamt ist in Zusammenarbeit mit den Schulhausmeistern um einen möglichst reibungslosen Wiedereinstieg in die Öffnung bemüht.
● Folgende Sporthallen können erst mit Verzögerung freigegeben werden, da sie derzeit noch für die Durchführung von Abiturklausuren zur Verfügung stehen müssen:
– Schulzentrum Kinderhaus (beide Hallen): ab 02.06.
– Turnhalle Annettegymnasium: ab 27.05.
– Wilhelm-Hittorf-Gymnasium (Turn- und Spielhalle): ab 12.06.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Imsieke, Tel.: 492-5214 oder per E-Mail an: imsieke@stadt-muenster.de.
Bitte wirken Sie bei Ihren Trainer/-innen auf eine äußerst verlässliche Umsetzung der o.a. Maßgaben hin! Jeder Sportler/jede Sportlerin kann durch sein persönliches Verhalten zu einem erfolgreichen Wiedereinstieg in das Sporttreiben auf und in Münsters Sportanlagen/Sporthallen beitragen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

 

Das Schreiben im Orginal finden Sie hier:

Die „Richtlinie zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in städtischen Turn-/Sporthallen und städtischen Sportaußen- und Freiluftanlagen“ finden Sie hier:

 


 

8. Mai 2020

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster an die Vereine

In einem Schreiben an die münsterschen Vereine erläutert das Sportamt der Stadt die aktuellen Bedingungen für die Nutzung von Sportanlagen. Das Schreiben findet sich hier:

 


7. Mai 2020

Presse-Briefing zum Bereich Sport in NRW.

Sport-Staatssekretärin Andrea Milz erläuterte den gestern von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bekannt gegebenen Fahrplan hin zu einer Normalisierung im heimischen Sport. Sie kündigte zudem für morgen Nachmittag weitere Details und Ausführungsbestimmungen an, die Vereinen bei der Erstellung konkreter Angebote helfen werden.

Hier die Aufzeichnung des Gesprächs (Beginn ist gegen Minute 10:00):

 


7. Mai 2020

Pressemitteilung des LSB NRW

“Wieder Vereinssport in NRW”

Am 6. Mai haben sich Bundesregierung und die Ministerpräsident*innen der Länder auf weitreichende Beschlüsse geeinigt. Wir freuen uns über den ersten sehr großen Schritt hin zur Wiederaufnahme eines geregelten Sportbetriebs in den rund 18.300 Sportvereinen in NRW.
Für Nordrhein Westfalen teilte Ministerpräsident Laschet folgenden Zeitplan mit:

Ab Donnerstag 7. Mai 2020 ist der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt – sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet.
Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen zulässig.

Ab Montag, 11. Mai 2020 ist die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich.
Freibäder dürfen ab 20. Mai unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen – ausgenommen sind reine Spaßbäder.

Ab 30. Mai 2020 soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern.
Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet“.

Wie bisher auch, gibt uns die Coronaschutzverordnung für NRW (aktuell vom 07.05.2020) den verbindlichen Rahmen, in dessen Grenzen Vereinssport draußen oder in der Halle wieder beginnen kann:  unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben, zunächst kein Wettkampfsport!

Hier finden Sie die aktuelle, ab Donnerstag, 7. Mai geltende  Coronaschutzverordnung:

Die für den Sport relevanten Passagen darin sind folgende:

§ 4 Sport
(1) Untersagt ist jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen (einschließlich Fitnessstudios und Tanzschulen), soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die nach dem Landesrecht für Schutzmaßnahmen nach § 28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Behörden können Ausnahmen von Absatz 1 für das Training an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten zulassen.

(3) Ausgenommen von Absatz 1 sind der Sportunterricht an den Schulen und die Vorbereitung auf oder die Durchführung von schulischen Prüfungen, sportpraktische Übungen im Rahmen von Studiengängen sowie das Training von Berufssportlern auf und in den von ihrem Arbeitgeber bereitgestellten Trainingseinrichtungen.

(4) Ausgenommen von Absatz 1 sind der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen sowie im öffentlichen Raum, wenn dieser kontaktfrei durchgeführt wird, geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zwischen Personen (auch in Warteschlangen) sichergestellt sind. Die Nutzung
von Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie das Betreten der Sportanlage durch Zuschauer sind bis auf weiteres untersagt; bei Kindern unter 12 Jahren ist das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.

(5) Abweichend von den Absätzen 1 und 4 sind der Reitsport, Reitunterricht, Voltigieren und Kutschfahren auch in Reitschulen, Reithallen und sonstigen nicht unter freiem Himmel befindlichen Reitsportanlagen zulässig, wenn geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt sind; die Nutzung von Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie das Betreten der Reitsportanlage durch Zuschauer sind bis auf weiteres untersagt, bei Kindern unter 12 Jahren ist das Betreten der Reitsportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.

 § 12 Zusammenkünfte und Ansammlungen, Verhalten im öffentlichen Raum
(1) Zusammenkünfte und Ansammlungen in Vereinen, Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind untersagt.

 

Sobald aktuelle Informationen auch der Stadt Münster vorliegen, geben wir die an dieser Stelle weiter.

 


9. April 2020

Schreiben des LSB-Vorstandes

Die Zahlung der NRW-Soforthilfe 2020 für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe wird vorerst gestoppt. Das entschied das Wirtschaftsministerium (MWIDE) in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt am Mittwochabend. Nach ersten Hinweisen auf Fake-Webseiten, die in Suchergebnissen prominent platziert waren, hatte das MWIDE am Dienstag Strafanzeige wegen Betrugs erstattet.

Das LKA hatte daraufhin mit der Zentral- und Ansprechstelle für Cyberkriminalität die Ermittlungen aufgenommen und das Ministerium gestern Abend über erste Ergebnisse informiert. Demnach haben Betreiber mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt. Daraufhin hatte das Land die Bezirksregierungen angewiesen, die weitere Auszahlung der Gelder auszusetzen. In den kommenden Tagen wird die Ermittlergruppe ihre Recherchen fortsetzen, um betrügerische Anträge zu identifizieren.

Die Antragstellung ist davon nicht berührt: Kleinunternehmer und Selbstständige können weiterhin die NRW-Soforthilfe beantragen. Cyberexperten von Wirtschaftsministerium und LKA raten erneut dringend, dafür ausschließlich die offizielle Internetseite zu nutzen: https://soforthilfe-corona.nrw.de. Offizielle Webseiten des Landes enden stets auf der Endung „.nrw“ oder „.nrw.de“.

Antragsteller, die auf Ihre Überweisung warten, bitten wir um Verständnis und etwas Geduld. Das Ministerium wird zeitnah über die weitere Entwicklung informieren.

 


8. April 2020

Schreiben des LSB-Vorstandes

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen*innen in den Fachverbänden und Bünden,

kurz vor den Ostertagen melden wir uns mit weiteren Informationen bei Ihnen. Die Kernnachrichten lauten:
– Das Verfahren zur Vergabe der 10 Millionen Euro Soforthilfe steht (siehe unten)!
– Die Übungsleiterförderung wird um 40 Prozent aufgestockt (siehe unten)!

Damit ist es gelungen, gegenüber unserer letzten Information vom 3. April 2020 weitere drei Millionen Euro Sonderhilfe für die Sportvereine in NRW zu sichern. Das Baukastensystem zur Bewältigung von Notlagen der Vereine in der Coronakrise erhält damit ein neues Element.

Soforthilfeprogramm des Landes NRW für Sportvereine (10 Millionen Euro)

Geholfen werden soll Sportvereinen, denen durch die Coronakrise aktuell eine Zahlungsunfähigkeit droht. Anträge können ausschließlich online ab dem 15. April 2020 bis zum 15. Mai 2020 im Förderportal des Landessportbundes NRW https://foerderportal.lsbnrw.de/startseite gestellt werden. Hinweise zum Verfahren werden ab dem 9. April auf der Website des Landessportbundes NRW www.lsb.nrw veröffentlicht. Vereine müssen dabei detaillierte Angaben zu ihrer Einnahme- und Ausgabesituation machen. Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von 60 Prozent des nachgewiesenen Fehlbedarfs. Die Höchstförderung beträgt 50.000 Euro.

Erhöhte Übungsleiterförderung (3 Millionen Euro)

Das mit 7,56 Millionen Euro ausgestattete Programm zur Förderung der Übungsarbeit in den Sportvereinen („Übungsleiterförderung“), das regelmäßig von 7000 bis 8000 Vereinen in Anspruch genommen wird, wird angesichts der Coronakrise von der Staatskanzlei um drei Millionen Euro bzw. rund 40 Prozent aufgestockt. Damit soll die Bindung der für den Vereinsbetrieb unerlässlichen (auch nebenberuflich oder als Honorarkräfte tätigen) Übungsleiter*innen unterstützt werden. Ein Vorziehen der Auszahlung (normaler Auszahlungstermin ist Oktober/November) auf den Sommer wird angestrebt. Anträge sind online über das Förderportal des Landessportbundes NRW unter https://foerderportal.lsb-nrw.de/startseite möglich.

Unverändert ist außerdem eine Beteiligung von Vereinen, Bünden und Verbänden an folgenden Programmen möglich:

Soforthilfeprogramm des Bundes
Das am 27. März 2020 auf der Website des MWIDE https://www.wirtschaft.nrw/nrwsoforthilfe2020 gestartete Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmen und Soloselbständige steht auch Sportvereinen grundsätzlich offen, wenn sie unternehmerisch tätig sind. Auch selbständige Übungsleiter*innen/Trainer*innen können bei Vorliegen der Voraussetzungen Anträge stellen. Genaueres ergibt sich aus den auf der Website des MWIDE veröffentlichten Informationen. Antragstellungen sind ausschließlich online möglich und können bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Die Pauschalzuschüsse betragen 9.000 bis 25.000 Euro.

Kurzarbeitergeld
Hierzu hatten wir Verbänden und Bünden zuletzt empfohlen, auf Kurzarbeit für vom LSB finanzierte Fachkräfte so lange wie möglich zu verzichten, um die unverändert vollständig gewährten Zuschüsse voll auszunutzen. Wir hatten zugesagt, uns dafür einzusetzen, dass diese Zuschüsse auch nutzbar gemacht werden sollen, um bei unvermeidbarerer Kurzarbeit eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitsgeber zu ermöglichen. Das ist gelungen. Die Bedingungen lauten aktuell wie folgt: Wird Kurzarbeitergeld für eine*n Arbeitnehmer*in angemeldet, die*der eine stellengebundene Förderung erhält (z. B. Fachkraft Integration/Ganztag oder Trainer Leistungssport), so verfällt der Anspruch auf  Förderung für den Zeitraum des bezogenen Kurzarbeitergeldes. Aufstockungsbeträge der Arbeitgeber gelten aber aufgrund der gegenwärtigen COVID-19-Krise als zuwendungsfähige Ausgaben und können somit im Verwendungsnachweis berücksichtigt werden. Dabei gelten Höchstgrenzen, die sich an den Regelungen des Tarifvertrags der kommunalen Arbeitgeber (TVöD VKA) orientieren. Bei Rückfragen zum Thema wenden Sie sich gerne an das Referat Förderprogramme/KJP (Joerg.Beckfeld@lsb.nrw oder Jonas.Stratmann@lsb.nrw). Grundsätzliche Informationen zum Instrument Kurzarbeit finden sie unverändert www.vibss.de .

Weitere Informationen

Ausnahmegenehmigungen für den Sportbetrieb
Die Coronaschutzverordnung des Landes setzt einen engen Rahmen, nach dem die (ausschließlich unmittelbar zuständigen) lokalen Behörden entscheiden. Die Verordnung lautet im entsprechenden Absatz: „Untersagt sind jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Die nach dem Landesrecht für Schutzmaßnahmen nach § 28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Behörden können Ausnahmen für das Training an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten zulassen.“ Nur an den letztgenannten Bundesstützpunkten ist demnach (und das unter strengen Auflagen) ein Training möglich, das sich derzeit auf Olympiakader und Perspektivkader nach Definition des DOSB beschränkt.
Zur Dauer der Beschränkungen können wir keine Aussage treffen. Ob es in der Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten*innen der Länder in der kommenden Woche zu einer teilweisen Aufhebung der derzeitigen Regelungen kommt, ist noch nicht abzusehen.

Blitzlicht
Es wird viel über Geld geredet zurzeit. Das ist sicher auch richtig, weil die Coronakrise im organisierten Sport teilweise gravierende, manchmal existenzbedrohende wirtschaftliche Folgen hat. Wir hoffen, dass Sie trotzdem gelegentlich auch etwas Zeit finden, die vielen tollen Aktionen in den Blick zu nehmen, die Vereine, Verbände und Bünde in dieser schwierigen Zeit gestartet haben. Zahlreiche digitale Angebote für Vereinsmitglieder, Solidaritäts- und Hilfsaktionen aus dem Sport für andere gesellschaftliche Bereiche u. a. m. zeigen, wie viel Potential der Vereinssport auch über das normale Sporttreiben hinaus hat. Allen, die sich hier engagieren, danken wir an dieser Stelle besonders herzlich. Nachfolgend auch ein Beispiel aus unserem Haus: Mit unserer Corona bedingten Neuschöpfung KIBAZ im Kinderzimmer können bewegte Ostergrüße in die Familie, an die Nichten und Neffen und alle Kinder und Eltern im Freundes- und Bekanntenkreis geschickt werden (http://go.sportjugend.nrw/kiki) . Das wird spannend, bewegt und bunt!

Trotz der widrigen Umstände wünschen wir Ihnen schöne Osterfeiertage!
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Klett (Präsident), Dr. Christoph Niessen (Vorstandsvorsitzender)

 


1. April 2020

Zweite Videobotschaft von Stefan Klett und Andrea Milz

Ein wichtiges Zeichen für den Sport in Nordrhein-Westfalen: Das Land NRW hat mit einem Zehn Millionen Euro Hilfsprogramm nun auch gemeinnützige Sportvereine im Blick, die nicht unternehmerisch tätig sind. In einer zweiten Videobotschaft informieren Sportstaatssekretärin Andrea Milz und Landessportbund-Präsident Stefan Klett über das vom Landtag NRW beschlossene Hilfsprogramm für den Sport in NRW in der Corona-Krise:

Darüber hinaus sagt die Sportstiftung NRW erfreulicherweise die finanzielle Förderung der olympischen und paralympischen Athlet*innen weiterhin bis zum Ende des Jahres zu. Für die paralympischen Trainer*innen, die ebenfalls von der Sportstiftung NRW gefördert werden, gilt dies sogar bis Ende 2021, über den olympischen Zyklus hinaus.

“Der Landessortbund hat zudem in Abstimmung mit der Landesregierung beschlossen, dass auch die Trainer*innen der olympischen Fachverbände über den olympischen Rhythmus hinaus – bis Ende 2021 – gefördert werden”, so Stefan Klett.

 


27. März 2020, 18:23 Uhr

Schreiben des LSB-Vorstandes:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen*innen in den Fachverbänden und Bünden,
wir hoffen, dass Sie die Woche gesund überstanden haben! Im Folgenden knüpfen wir an unsere Information vom 19.03.2020 an.

1. Zugang von Sportvereinen und -verbänden zu Hilfsprogrammen

Wir hatten u. a. zugesagt, dass wir alles daran setzen werden, Vereine mit ihren unterneh-merischen Tätigkeiten Zugang zu den staatlichen Hilfspaketen zu verschaffen! Das ist nach einer Woche voller Gespräche auf Bundes- und Landesebene nun erreicht. Die folgende Pressemeldung der Staatskanzlei von heute informiert Sie ausführlich https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/hilfe-fuer-den-sport-nrw-rettungsschirm-auch-offen-fuer-uebungsleiter-und. Außerdem erhalten Sie aktuelle Informationen unter https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020, diese Seite wird im Moment kontinuierlich aktualisiert. Das ist ein großartiger Erfolg für uns alle und ein wichtiger Schritt, um wirtschaftliche Notsituationen durch die Coronakrise in vielen Tausend Sportvereinen in NRW abzuwenden! Antragsberechtigt sind natürlich auch Sportverbände! Außerdem ist der Zugang für selbständige Trainer- und Übungsleiter, die für Sportvereine tätig sind, gegeben.

Bitte behalten Sie gemeinsam mit uns Folgendes im Blick: Das Hilfsprogramm soll bei der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungseng-pässen im unternehmerischen Bereich der Vereine dienen. Ausfälle von Mitgliedsbeiträgen zählen dazu z. B. nicht! Eine Orientierungshilfe, welche Einnahmen und Ausgaben dem un-ternehmerischen Bereich von Vereinen zuzuordnen sind, finden Sie in unseren FAQ zum Thema Coronakrise unter www.lsb.nrw. Welche weiteren Voraussetzungen an eine finanziel-le Hilfe geknüpft werden, entnehmen Sie bitte der o. g. Website. Bei Vorliegen der Voraus-setzungen können Sportvereine und -verbände einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zu-schuss von 9.000,- bis 25.000,- Euro erhalten, der nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt wird. Das Antragsverfahren ist ausschließlich online auf der o. g. Website durchführbar.

2. Weitere Hilfen

Nicht alle Vereine und Verbände werden von der o. g. Hilfe profitieren können, aus welchen Gründen auch immer. Deswegen befinden wir uns weiter in intensiven Gesprächen mit unseren politischen Partnern in der Landesregierung über die Bildung eines zusätzlichen Hilfsfonds.
Die finanziellen Hilfen für den organisierten Sport werden am Ende idealerweise aus mehreren Bausteinen bestehen. Neben dem unter 1. beschriebenen Hilfspaket und einem möglichen Hilfsfonds zählt dazu auch das Hilfsinstrument der Kurzarbeit. Weiterhin sind in dieser Woche auch die Kreditprogramme der KFW und der NRWbank angelaufen. Hierzu fehlen uns noch detaillierte Informationen. Wir bleiben dran!

 


27. März 2020
Pressemitteilung der NRW-Staatskanzlei:

„Es ist eine gute Nachricht, dass aus dem von Bund und Land aufgespannten Rettungsschirm sowohl gemeinnützige Sportvereine, die einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, als auch freiberufliche Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben, als gemeinnützige Unternehmen oder als Soloselbstständige antragsberechtigt sind“, sagt Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz.

Betroffene können über die NRW-Soforthilfe 2020 ab Freitagmittag (27. März 2020) finanzielle Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen beantragen (www.wirtschaft.nrw/corona).

Trainerinnen, Trainer, Übungsleiterinnen, Übungsleiter

Die Trainerinnen und Trainer beziehungsweise Übungsleiterinnen und Übungsleiter bilden das zentrale Rückgrat der Sportvereine. Durch umfassende Aus- und Weiterbildung sind sie die Garanten für ein hochqualitatives Angebot für Menschen aller Altersstufen – besonders im Gesundheitssport mit seinen präventiven, rehabilitativen, integrativen sowie inklusiven Aspekten. Zahlreiche Trainerinnen und Trainer beziehungsweise Übungsleiterinnen und Übungsleiter bestreiten zumindest Teile ihres Lebensunterhaltes durch Tätigkeiten in einem, häufig aber auch in mehreren Sportvereinen. Durch die Einstellung des sportlichen Lebens und die Schließung sämtlicher Sport, Spiel- und Freizeitanlagen ist die Tätigkeit der Übungsleiterinnen und Übungsleiter eingestellt und deren Einnahmemöglichkeiten sind schlagartig weggebrochen.

Sportvereine

Trotz ihrer Gemeinnützigkeit sind viele der 18.300 Sportvereine in Nordrhein-Westfalen auch unternehmerisch tätig, zum Beispiel in steuerbegünstigten Zweckbetrieben, in der steuerbegünstigten Vermögensverwaltung, wie zum Beispiel durch Verpachtungen und schließlich auch in voll steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben. Letztere dienen häufig auch dazu, den ideellen Tätigkeitsbereich mitzufinanzieren.

Im unternehmerischen Bereich erleiden die Sportvereine mit der vollständigen Einstellung des Sportbetriebes seit dem 16.März 2020 massive Einnahmeverluste. Dem stehen in vielen Vereinen Fixkosten gegenüber wie zum Beispiel Mieten oder Personalkosten. Da die Vereine als gemeinnützige Organisationen nur in begrenztem Umfang Rücklagen bilden dürfen, können sie sehr schnell in Zahlungsschwierigkeiten und damit in Insolvenzgefahr geraten.

Darüber hinaus besteht für Vereine, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, die Möglichkeit Kurzarbeitergeld zu beantragen. Das Kurzarbeitergeld kann wirkungsvoll dazu beitragen, voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vereinen vor Entlassung und Arbeitslosigkeit zu schützen und die Personalkosten der Vereine zu senken.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier.
Dazzu hat auch der LSB ein Merkblatt mit Informationen für Vereine harausgegeben:

Weitere Informationen sowie das Antragsformular zur Soforthilfe finden Sie unter: www.wirtschaft.nrw/corona

 


 

21. März 2020

Videobotschaft von Stefan Klett und Andrea Milz

Landesregierung NRW und Landessportbund NRW erarbeiten gemeinsam Lösungen, die so unbürokratisch wie möglich sein sollen.

LSB-Präsident Stefan Klett und Sportstaatssekretärin Andrea Milz richten sich in der Coronakrise mit einer Videobotschaft an den organisierten Sport in NRW:

 

Für die zahlreichen aktuellen Fragen der NRW-Sportvereine, -bünde und -verbände hat der Landessportbund NRW die zentrale Mailadresse VIBSS@lsb.nrw eingerichtet. Die dort eingehenden Fragen sind mitsamt Antworten in einem FAQ-Katalog auf der LSB-Website zu finden.

Weiterhin steht Ihnen bis auf Weiteres montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0203 7381-777 eine telefonische Beratung beim LSB zur Verfügung.

Hilfsfonds für Härtefälle

Kurzfristige erkennbare existenzielle Notlagen von Vereinen können an Vereinsnotfall@lsb.nrw unter Angabe der Vereinsnummer gemeldet werden. Dazu eine Bitte des Stadtsportbundes: Über die Mailadresse info@ssb.ms den SSB bitte stets in Kopie nehmen – Vielen Dank!

 

 


19. März 2020, 11:00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

Aufgrund der Corona-Krise erreichen uns vermehrt Anfrage zum Ausfall von Kursangeboten und dem Umgang mit Kursgebühren ebenso wie zum Thema Lohnfortzahlung für Mitarbeiter oder Honorarkräfte.

Hier möchten wir Ihnen natürlich auch so gut es uns möglich ist mit Informationen unter die Arme greifen. Da wir aber auch nicht alles neu erfinden müssen, verweisen wir an dieser Stelle gerne auf den Landessportbund, der für viele Themen auf seiner Seite ein FAQ bereitgestellt hat. Dieses finden Sie unter https://www.vibss.de/vereinsmanagement/ablage-slider/coronavirus-covid-19-sars-cov-2/

Nichts desto trotz haben wir einige ausgewählte Aspekte an dieser Stelle herausgegriffen, um sie Ihnen direkt zur Verfügung zu stellen:

 

Durch den Erlass ist klar, dass alle Gruppenstunden ausfallen müssen. Wie sieht es mit Einzeltrainerstunden aus?

Nach dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in der derzeit aktuellen Fassung vom 17.03.2020 sind unter anderem folgende Angebote bzw. Einrichtungen zu schließen bzw. einzustellen:

Jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagensowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17.03.2020.

Hiernach wird nicht differenziert zwischen Mannschafts-, Gruppen- oder Einzeltraining. Ziel der angeordneten Maßnahmen ist es, jegliche unnötigen Sozialkontakte zu vermeiden, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies gilt auch für die mit dem Besuch einer Sportanlage verbundene An- und Abreise und mögliche Kontakte in Umkleideräumen. Nach hiesiger Ansicht lässt der Erlass keine differenzierende Auslegung zu. Die Sportvereine sollten der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und die Anordnungen der Behörden konsequent umsetzen.

Welche Rechte haben die Mitglieder, wenn der Sport- und Trainingsbetrieb eingestellt wird?

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 15.03.2020 per Erlass verfügt, dass alle Sportangebote ab sofort einzustellen sind. Das Verbot gilt zunächst bis zum 19. April 2020 (Quelle: www.land.nrw/de/pressemitteilung/landesregierung-beschliesst-weitere-massnahmen-zur-eindaemmung-der-corona-virus). Vereinsvorstände stellen sich die Frage, ob die Einstellung des Sport-, Spiel- und Trainingsbetriebs Auswirkungen auf die Rechte und Pflichten der Mitglieder haben, insbesondere, ob die Mitglieder die Mitgliedschaft kündigen oder den Beitrag mindern können. Der Beitrag stellt nach den vereinsrechtlichen Grundsätzen kein Entgelt dar, sondern ist die satzungsmäßige Verpflichtung der Mitglieder, damit der Zweck des Vereins verwirklicht werden kann. Der Beitrag ist danach grundsätzlich kein Entgelt für die Leistungen des Vereins. Insofern gilt auch nicht der bereits angesprochene Grundsatz, dass bei Wegfall der Leistung auch die Pflicht zur Gegenleistung entfällt. Der Beitrag dient insbesondere dazu, die laufenden Kosten des Vereinsbetriebs zu decken. In der Regel sind die Beiträge knapp kalkuliert und berücksichtigen Kosten, die ganzjährig anfallen wie zum Beispiel Verbandsabgaben und Versicherungsbeiträge. Insofern dürfte es nicht gerechtfertigt sein, den Beitrag zu mindern. Dieselben Argumente dürften für die Beantwortung der Frage nach einem Sonderkündigungsrecht herangezogen werden können. Mit der Mitgliedschaft im Verein soll grundsätzlich eine langfristige Verwirklichung des Vereinszwecks verfolgt werden. Die Einstellung des Sportbetriebs für einen zunächst überschaubaren Zeitraum dürfte danach grundsätzlich noch nicht dazu führen, ein Sonderkündigungsrecht anzunehmen. Anderes könnte gegebenenfalls für sogenannte Kurs- oder Zeitmitgliedschaften gelten.

Müssen Mitarbeiter*innen vergütet werden, wenn der Sport- bzw. Trainingsbetrieb eingestellt wird bzw. Sportveranstaltungen abgesagt werden?

Es lässt sich keine generelle Aussage zum Umgang mit Vergütungsansprüchen von Mitarbeiter*innen treffen, wenn zum Beispiel der Sport- bzw. Trainingsbetrieb oder Veranstaltungen abgesagt werden. Die Folgen bei Nichtbeschäftigung hängen zum einen vom Status und zum anderen von den vertraglichen Vereinbarungen ab. Es lässt sich allenfalls folgende grobe Orientierung geben:

  • Ehrenamtlich Tätige mit Anspruch auf konkreten Aufwendungsersatz:
    Da lediglich der tatsächlich angefallene Aufwand ersetzt wird, dürften hier Zahlungsansprüche entfallen.
  • Ehrenamtlich Tätige mit Anspruch auf eine pauschale Aufwandsentschädigung im Rahmen des Übungsleiterfreibetrages oder Ehrenamtsfreibetrages:
    Hierbei kommt es auf die vertragliche Situation an. Vielfach sehen die Vereinbarungen vor, dass ehrenamtlich Tätige eine pauschale Aufwandsentschädigung erhalten, wenn sie tätig geworden sind (z.B. je Übungsstunde). Fällt die Übungsstunde aus, dann entfällt auch die pauschale Aufwandsentschädigung. Anders könnte es sein, wenn fortlaufend eine pauschale Aufwandsentschädigung vereinbart ist (z.B. monatlich 200 € oder 60 €). Hier ist die Rechtslage nicht eindeutig. Wenn die Zahlung als pauschale Aufwandsentschädigung vereinbart wurde, dann könnte argumentiert werden, dass bei Nichtanfallen des Aufwands auch der Zahlungsanspruch entfällt. Ansonsten müsste das Vertragsverhältnis beendet werden.
  • Mitarbeiter*innen sind im Rahmen eine Arbeitsverhältnisses tätig:
    Zwar gilt der Grundsatz “Ohne Arbeit keinen Lohn”. Von diesem Grundsatz existieren im Arbeitsrecht aber zahlreiche Ausnahmen. Eine solche Ausnahme stellt zum Beispiel die Störung des Betriebsablaufs dar. Das Risiko, Arbeitnehmer*innen nicht beschäftigen zu können, trägt danach der Arbeitgeber (sogenanntes wirtschaftliches Risiko und Betriebsrisiko). Soweit Arbeitnehmer*innen ihre Arbeitskraft anbieten, haben sie einen Vergütungsanspruch gegen den Arbeitgeber. Gegebenenfalls kann der Verein mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen reagieren oder sozialversicherungsrechtliche Angebote nutzen, wie zum Beispiel das Kurzarbeitergeld. Arbeitsrechtlich kann auch eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses in Betracht kommen. Hierbei sind aber Kündigungsfristen zu beachten. Ein Grund für eine außerordentliche und fristlose Kündigung dürfte wohl nicht vorliegen.
    Bei einer Kündigung ist ferner zu beachten, ob allgemeiner oder besonderer Kündigungsschutz gilt. Beim allgemeinen Kündigungsschutz muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein. In Betracht käme hier eine betriebsbedingte Kündigung. Voraussetzung ist dabei ein dauerhafter Wegfall der Weiterbeschäftigungsmöglichkeit aufgrund betrieblicher Gründe. Gegebenenfalls hat eine Weiterbeschäftigung im Unternehmen an anderer Stelle Vorrang vor der Kündigung. Im Übrigen gilt der allgemeine Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz nur für Arbeitnehmer*innen in Betrieben ab einer bestimmten Größenordnung und nach mindestens sechsmonatiger Betriebszugehörigkeit (vgl. §§ 1 Abs. 1, 23 Abs. 1 Kündigungsschutzgesetz). Ein besonderer Kündigungsschutz gilt zum Beispiel für Schwangere oder schwerbehinderte Arbeitnehmer*innen.

Fragen rund um Kündigungsmöglichkeiten von Arbeitnehmer*innen hängen von den Umständen des Einzelfalles ab und müssen individuell geprüft werden. Es empfiehlt sich, einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin mit diesen Angelegenheiten zu betrauen.

Es besteht ein Vertrag über eine selbständige Tätigkeit:
Sagt der Verein von sich aus die Veranstaltung ab, berührt dies grundsätzlich zunächst nicht einen vereinbarten Honoraranspruch. Anders ist das allerdings zu bewerten, wenn die Veranstaltung objektiv nicht durchgeführt werden kann, zum Beispiel wegen eines nachträglichen behördlichen Verbots. Ohne entsprechende Leistung entfällt der Anspruch auf die Gegenleistung, so dass der Vergütungsanspruch des Selbständigen entfällt. Aber auch hier kommt es in erster Linie darauf an, was zwischen den Parteien vertraglich vereinbart wurde, wenn der Vertrag zum Beispiel Stornierungsklauseln enthält.

Gibt es staatliche Hilfen für Sportvereine um etwa Personal, Miete, etc. bezahlen zu können?

Hinsichtlich der Finanzierungshilfen für Personal wird auf die Ausführungen zum Kurzarbeitergeld verwiesen.

Die Bundesregierung plant derzeit ein Hilfsprogramm für die deutsche Wirtschaft, welches steuerliche Liquiditätshilfen und einen Schutzschirm in Form eines Kreditprogramms für Unternehmen vorsieht (Quelle: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/milliardenhilfen-wegen-corono-1730386). Inwiefern die Programme durch die Sportvereine und Fachverbände in Nordrhein-Westfalen genutzt werden können, bedarf noch der Klärung. da das Programm noch nicht in allen Einzelheiten bekannt ist.
Der Landessportbund NRW arbeitet mit Hochdruck an einer passenden Lösung.

Gibt es finanzielle Unterstützung seitens der Fachverbände/Landessportbund NRW?

Vor dem Hintergrund der Einzigartigkeit der Umstände und der Tatsache, dass die weitere Entwicklung und die Folgen der Corona-Pandemie nicht absehbar sind, kann der Landessportbund Nordrhein-Westfalen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten derzeit noch keine Angaben machen, jedoch arbeitet der Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit Hochdruck an einer Lösung. Es wird um Verständnis gebeten. Im Hinblick auf Unterstützungsmöglichkeiten der Fachverbände werden Sie gebeten, sich unmittelbar an die Fachverbände zu wenden.

Absage von Kurs- oder Zeitmitgliedschaften: Sonderkündigungsrecht für Mitglieder? Recht auf Beitragsminderung?

Einige Vereine sehen in ihren Satzungen Kurs- und Zeitmitgliedschaften vor. Oft handelt es sich dabei um eine Mitgliedschaft, die sich auf die Wahrnehmung bestimmter Angebote beschränkt. Allgemeine Mitgliedschaftsrechte wie das Stimmrecht werden vielfach ausgeschlossen. Insofern ist die Situation nicht vergleichbar mit einer ordentlichen aktiven oder passiven Mitgliedschaft. Die Situation dürfte eher mit dem Ausfall von Kursangeboten und Sportveranstaltungen vergleichbar sein. Da die Mitgliedschaft in erster Linie an den Leistungsaustausch anknüpft, könnte hier ein Sonderkündigungsrecht der Mitglieder bzw. eine Wegfall der Beitragspflicht in Frage kommen. Den Vereinen wird empfohlen, auf die Kurs- und Zeitmitglieder zuzugehen und um Verständnis für die besondere Situation zu werben. Gegebenenfalls lassen sich die Angebote nachholen, so dass bereits bezahlte Beiträge angerechnet werden können. Es gibt keine einheitliche Lösung, da vor dem Hintergrund der diversen Ausgestaltungen stets die Umstände des Einzelfalles betrachtet werden müssen.

 


18. März 2020, 11:00 Uhr

Schreiben des Sportamts der Stadt Münster

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hatte ich Sie über den Erlass des Landes NRW informiert, dass alle städtischen Sporthallen und Sportaußenanlagen/Sportplätze ab sofort für die Dauer der Schulschließungen bis zum 19.04.2020 gesperrt sind (siehe beigefügte Allgemeinverfügung Punkt 2.g). Bitte beachten Sie: Dies gilt ausdrücklich auch für vereinseigene Anlagen.

Diese Anweisung wird augenscheinlich von vielen Sportlerinnen und Sportlern nicht befolgt. Wir bitten noch einmal eindringlich darum, die Sportstätten nicht zu betreten und damit das Zusammentreffen von Personen auf ein absolut notwendiges Minimum zu begrenzen.

Bitte informieren Sie die Sportler/-innen Ihres Vereins nochmals ausdrücklich über das Verbot, Sportstätten zu nutzen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

gez.
Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

 


16. März 2020, 14:00 Uhr

Schreiben des Sportamts Münster

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hat die Stadt Münster beschlossen, alle städtischen Sporthallen und Sportaußenanlagen/Sportplätze ab sofort für die Dauer der Schulschließungen zu sperren.

Bitte informieren Sie die Sportler/-innen Ihres Vereins kurzfristig über diese Sperrung.

Auf Grund eines Erlasses des Landes NRW sind darüber hinaus ab 17.03. bis zunächst 19.04.2020 alle Sportstätten (Sporthallen, Sportaußenanlagen) zu schließen. Bitte beachten Sie: dies gilt ausdrücklich auch für vereinseigene Anlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

gez.
Kerstin Dewaldt
Leiterin des Sportamtes

 


16. März 2020, 12:00 Uhr

Newsletter des Stadtsportbundes

Am Wochenende haben sowohl in der Landesregierung NRW als auch in der Stadt Münster die Krisenstäbe getagt. Für diejenigen, die es am Wochenende aus den Medien noch nicht mitbekommen haben, findet sich im Anhang eine Pressemeldung des Landes.

Was bedeuten die Entscheidungen für den Sport:

  1. Wir fordern alle Sportvereine auf, mit sofortiger Wirkung ihr jeweiliges Sportangebot einzustellen.
  2. Wir fordern alle Sportvereine auf, mit sofortiger Wirkung Ihre Sportstätten zu schließen und auch nicht zur privaten Nutzung offen zu halten.
  3. Wir fordern alle Sportvereine auf, mit sofortiger Wirkung alle nicht-essentiellen Veranstaltungen (inkl. Vorstandssitzungen) abzusagen bzw. auf ein Minimum zu reduzieren oder alternative mediale Wege zu finden (z.B. (Telefonkonferenzen, Beschlussfassungen im Umlaufverfahren), derartige Sitzungen durchzuführen.

Unseres Verständnisses des Erlasses nach gelten die Auflagen ebenfalls für den (Hoch-)Leistungssport, obgleich völlig verständlich ist, dass jene Sportler*innen nicht von 100 auf 0 herunterfahren können. Wir empfehlen diese bis auf weiteres mit individuellen Trainingsplänen auszustatten, die sie notfalls privat ausführen können. Ihre jeweiligen Sportfachverbände haben zu dem Thema jedoch gegebenenfalls zusätzlich Informationen oder Hilfestellungen zur Verfügung.

Wir bauen darauf, dass alle Vereine unserer Forderung nachkommen, damit wir zusammen mit der Stadt Münster und dem Land NRW die Geschwindigkeit der Infektionen eindämmen können. Letztlich dienen alle Maßnahmen dazu, das Gesundheitssystem Deutschlands in einem Zustand zu belassen, in dem es handlungs- und heilungsfähig bleibt. Und es dient dazu, die Risikogruppen in unserer Mitte soweit zu schützen, dass Sie im Falle einer Erkrankung die bestmögliche Betreuung in unseren Krankenhäusern erhalten können.

Rechtlicher Hinweis: Die Stadt wird laut gut unterrichteter Quelle bei nicht-erfüllen dieser Auflagen zu ordnungsrechtlichen Mittel greifen. Wie geartet diese ausfallen werden, bleibt bislang offen. Wir bitten alle Vereine darum, es nicht soweit kommen zu lassen.

Das Aussetzen des Sportbetriebs und die Schließung der Sportanlagen erfolgt zunächst bis zum 19. April 2020 (Ende der Osterferien). Die Sportbildungswerk Außenstelle in Münster geht dabei sogar soweit, alle Veranstaltungen (Kursangebote, Qualifizierungen und Weiterbildungen) bis einschließlich 1. Mai 2020 einzustellen. Der Stadtsportbund Münster wird ebenfalls alle Veranstaltungen in dem benannten Zeitraum absagen und mit Augenmaß eine Verlängerung der Maßnahmen ggf. auch ohne Beschluss der Landesregierung oder der Stadt zum Wohle der Gesamtheit der Stadtgesellschaft durchführen.

 


13. März 2020, 16:10 Uhr

Aktuelles Schreiben des Landessportbundes:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kollegen*innen in den Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes NRW,

die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland verläuft weiterhin sehr dynamisch. Eine Verlangsamung der Verbreitung ist das wichtigste Ziel aller Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Dies haben die gestrige Pressekonferenz der Bundeskanzlerin mit der Ministerpräsidentenkonferenz und die eben beendete Pressekonferenz des NRW-Ministerpräsidenten sehr deutlich gemacht. Daraus stechen hervor:

  • die Aufforderung, sämtliche nicht unbedingt notwendigen Veranstaltungen abzusagen,
  • die Aufforderung, Sozialkontakte weitgehend einzuschränken,
  • die Ankündigung, dass ab Montag bis vorläufig zum 19. April Kindertagestätten, Schulen und Universitäten ihren Betrieb weitgehend einstellen werden.

Der Landessportbund NRW nimmt dies zum Anlass, sämtliche von ihm und seiner Sportjugend organisierten Veranstaltungen, darunter auch Aus-, Fort- und Weiterbildungskurse ebenfalls bis zum 19. April abzusagen. Außerdem haben wir mit sofortiger Wirkung den Betrieb in unseren Sport- und Erlebnisdörfern Hachen und Hinsbeck und in unserem Sport- und Tagungszentrum Hachen eingestellt.

Zahlreiche NRW-Fachverbände haben darüber hinaus bereits ihren Wettkampfbetrieb aller Altersklassen und Ligen vorläufig eingestellt. Wir planen eine Telefonkonferenz am morgigen Samstag mit den Fachverbänden aus NRW, um die Situation weiter zu beraten und ein möglichst abgestimmtes weiteres Vorgehen zu erreichen.

Es bleibt dabei, dass wir als Landessportbund NRW keine Vorgaben für alle Sporttreibenden, Sportveranstalter, Verbände und Vereine machen können. Rechtlich verantwortlich bleiben die einzelnen Anbieter, Veranstalter und Behörden. Gleichwohl appellieren wir an alle Akteure im organisierten Sport, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in dieser schwierigen Situation gerecht zu werden und ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die Ausbreitung des Coronavirus in NRW verlangsamt wird.

Die Absage von Wettkämpfen, Reisen und sonstigen Veranstaltungen von Sportvereinen, -verbänden und -bünden ist für die Sportvereine, -verbände und -bünde mit großen Unsicherheiten und vielen Fragen verbunden. Wir werden diese Fragen schnellstmöglich bearbeiten und im Laufe der kommenden Woche

  • einen FAQ-Katalog im Internet zur Verfügung stellen sowie
  • eine Servicehotline einrichten.

Bitte richten Sie Ihre Anfragen vorzugsweise schriftlich an die E-Mail-Adresse vibss@lsb.nrw. Das erleichtert eine verlässliche und zügige Bearbeitung.

Wir halten Sie weiter informiert.

Mit freundlichem Gruß

Stefan Klett (Präsident) & Dr. Christoph Niessen (Vorstandsvorsitzender)

 


Stand 13. März 2020, 14:30 Uhr

Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Corona-Infektionen im Land wurde jetzt ein Erlass des Gesundheitsministeriums an die örtlichen Behörden vorgestellt. Dieser regelt ab sofort den Umgang mit Veranstaltungen. Demnach sollen die örtlichen Behörden Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zu erwartenden Besucher*innen grundsätzlich absagen. Alternativ können die örtlichen Behörden beispielsweise bei sportlichen Großveranstaltungen eine Durchführung ohne Zuschauerbeteiligung prüfen.

Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 zu erwartenden Besucher*innen ist – wie bisher – eine individuelle Einschätzung der örtlichen Behörden der Veranstaltung erforderlich, ob und welche infektionshygienischen Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Dabei sind die Vorgaben des Robert-Koch Instituts zu beachten. In Anbetracht der Corona-Krise hat die Stadt Münster eine Checkliste für Veranstaltungen erstellt und auf der Homepage der Stadt (https://www.muenster.de/coronainfo.html#eigsymptome) online gestellt. Dort finde Sie auch weitere rechtliche Hinweise zum Thema.

Faktoren, die Übertragungen des sogenannten SARS-CoV-2 begünstigen, sind demnach eine

  • eher risikogeneigte Zusammensetzung der Teilnehmer (viele Personen, Personen mit Grunderkrankungen etc.)
  • eher risikogeneigte Art der Veranstaltung (Dauer, Anzahl und Intensität der Kontaktmöglichkeiten etc.)
  • eher risikogeneigter Ort der Veranstaltung und Durchführung (bereits Infektionen in der Region, bauliche Gegebenheiten des Veranstaltungsortes etc.).

Empfohlenes Verhalten für Sportvereine

Grundsätzlich sollten alle Sportvereine Rücksprache bei ihren Fachverbänden informieren, wie der Umgang mit sportlichen Ereignissen und der Durchführung von Trainings eingeschätzt wird. Bezogen auf Kurs- oder Sportangebote die explizit für und mit den Risikogruppen (z.B. Herzsportgruppen, Rehasport Angebote, Babyturnen etc.) durchgeführt werden, empfehlen wir als SSB Münster unseren Sportvereinen eine sehr genaue Prüfung der Angebote und des Gefahrenpotentials und empfehlen immer im Zweifel die Absage derartiger Angebote.

Bezogen auf einen möglichen Ansprüche der Teilnehmer*innen an Gebührenpflichtigen Sportkursen, die von Vereinen angeboten werden, gilt das nach dem BGB geschlossene Vertragsverhältnis. Dementsprechend gilt es entweder eine Ersatzleistung oder eine (Teil-)Erstattung der Gebühren aufgrund der nicht erbrachten Leistung der Vereine gegenüber den Teilnehmer*innen zu erbringen. Bezogen auf wirtschaftliche Verluste der Vereine bleiben wir im Gespräch mit dem Landessportbund NRW und weiteren kommunalen Partnern. Und hoffen Ihnen in Bälde weitere Informationen zukommen lassen zu können.

Münstersche Sportvereine sollten sich bei Fragen zur Coronavirus-Problematik weiterhin an das Gesundheitsamt Münster unter der Rufnummer 0251/4925377 wenden.

Aktuelle Infos der Stadt Münster zum neuen Corona-Virus sind unter https://www.muenster.de/corona.html erhältlich.

 

Hilfreiche Links

Umfangreiche Informationen finden sich zudem auf der Homepage des NRW-Gesundheitsministeriums.

Weiter Informationen zum Coronavirus bietet auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer Videoreihe