Die Mitgliederzahlen in Münsters Sportvereinen explodieren förmlich. Wie die jüngste Bestandserhebung des Landessportbundes ergeben hat, wachsen die Mitgliederzahlen in ganz NRW – in Münster aber besonders stark. Sage und schreibe 9.090 Mitglieder schlossen sich im Jahr 2025 einem der 200 Sportvereine der Stadt an. Das entspricht einem Zuwachs von 8,3 Prozent auf insgesamt 118.975 Mitglieder. Ende 2024 waren es noch 109.876 Mitglieder. Weiterhin sind Kinder und Jugendliche dabei die treibenden Kräfte. Exakt 4.000 neue Mitgliedschaften stammen aus der Altersgruppe bis 18 Jahre. Damit hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen auf nunmehr 33.797 erhöht.

„Der Sport in Münster ist damit die mit Abstand größte Bürgerbewegung der Stadt, und dies im wahrsten Sinne des Wortes“, freut sich Michael Schmitz, der in der vergangenen Woche zum Präsidenten des Stadtsportbundes (SSB) Münster gewählt wurde. Erst im Jahr 2024 hatte der organisierte Sport in Münster erstmals die Schallmauer von 100.000 Mitgliedern durchbrochen. Der seither erfolgte Zuwachs um nahezu 20.000 weitere Mitglieder übertraf dabei die kühnsten Erwartungen des SSB. Schmitz: „Wir sehen zwar, dass die Sportvereine in ganz NRW zulegen – auf mittlerweile 5,3 Millionen Mitgliedschaften. Aber die Dynamik in unserer Stadt ist doppelt so stark wie der Landestrend.“
Der SSB weist zugleich darauf hin, dass der enorme Mitgliederzuwachs oftmals unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgt. Viele Sportvereine seien chronisch unterfinanziert, es fehlt mitunter an Übungsleitenden und Ehrenamtlichen. Und die Stadt Münster kommt bei den Hallenkapazitäten und Außensportanlagen vielerorts an ihre Grenzen. Sportpolitik, Verwaltung und der SSB haben dies längst erkannt und wollen mit einer integrierten Sportentwicklungsplan die Perspektiven für den Sport in Münster langfristig sichern und verbessern. Schmitz fordert: „Der Sport in der Stadt braucht dauerhafte und verlässliche Unterstützung und stabile Rahmenbedingungen. All das, was unsere 200 Vereine mit ihren vielen Tausend Ehrenamtlichen leisten, ist zwar mit Geld nicht zu bezahlen, darf aber auch nicht kaputtgespart werden.“